Die Vorbereitung auf Samstag prägt die Berichterstattung im ganzen Land. Nach den Ausschreitungen und Plünderungen vom 17. Oktober setzen die Behörden auf sehr unterschiedliche, aber überall spürbare Einschränkungen: In den Bouches-du-Rhône sind alle Demonstrationen verboten, in Nantes gilt ein Verbotsbereich im Zentrum, in Lorient untersagt die Präfektur die angekündigte Kundgebung. Paris soll dagegen einen gewerkschaftlich angemeldeten Zug zulassen.
Damit wird die Grenze zwischen angemeldeten Gewerkschaftsdemonstrationen und spontanen oder nicht klar verantworteten Aufrufen zur zentralen Linie der staatlichen Strategie. Gewerkschaften und linke Organisationen kritisieren, dass Verbote friedliche Teilnehmende treffen könnten; Bürgermeister und Händler verweisen auf die Schäden der Vorwoche und fordern Schutz für Innenstädte.
Die regionalen Folgen reichen über die Polizeipräsenz hinaus. In Saint-Nazaire werden Anwohnende aufgefordert, Mülltonnen hereinzuholen, Verkehrsnetze planen Umleitungen, und Geschäftsleute in mehreren Städten treffen eigene Vorsichtsmaßnahmen. Die Protestfrage wird damit am Samstag auch eine konkrete Frage des Alltags in den Städten.