Der Sturm Austen ist zwar weitergezogen, doch seine Folgen bestimmen am Samstagmorgen den Alltag in Teilen des Nordens und Westens. Am Freitagabend waren landesweit noch Hunderttausende Haushalte ohne Strom. Besonders betroffen blieben die Bretagne und die Normandie; allein im Morbihan meldete Ouest-France am frühen Abend noch 18.600 Haushalte ohne Versorgung.
Die Schäden reichen über das Stromnetz hinaus. Starke Böen hatten Bäume auf Straßen und Gleise geworfen, Dächer beschädigt und örtlich Brücken, Parks oder Küstenanlagen schließen lassen. Mehrere Bahnverbindungen wurden vorsorglich unterbrochen oder können erst nach Kontrollfahrten wieder freigegeben werden. Für einzelne Strecken in den Hauts-de-France war eine schrittweise Wiederaufnahme des Verkehrs erst für Samstag angekündigt.
Die Lage bleibt damit vor allem eine praktische Belastung für Pendler, Reisende und Gemeinden. Nachlassender Wind bedeutet nicht automatisch eine sofortige Rückkehr zum Normalbetrieb: Erst müssen beschädigte Oberleitungen und Gleise geprüft, Hindernisse beseitigt und die Stromversorgung in den betroffenen Orten stabilisiert werden. Regional zeigen sich die Folgen sehr unterschiedlich, je nach Netzschäden, Bewuchs entlang der Verkehrswege und Zugänglichkeit der Einsatzorte.