Die Regierung hat für Parcoursup einen Umbau in zwei Etappen angekündigt. Im Verfahren 2027 sollen Schülerinnen und Schüler früher begleitet werden; Auswahlkriterien, die bislang vielfach als undurchsichtig kritisiert werden, sollen besser erklärt werden. Auch begründete Entscheidungen der Hochschulen und mehr Transparenz über die Auswahlverfahren gehören zu den angekündigten Änderungen.
2028 soll Parcoursup nach den Worten von Hochschulminister Philippe Baptiste ersetzt werden. Konkrete Regeln für das Nachfolgesystem liegen jedoch noch nicht vor, weil wesentliche Teile der Plattform gesetzlich geregelt sind. Parallel stellt die Regierung zusätzliche Studienplätze, eine an die Inflation gekoppelte Anhebung der Stipendien und Mittel für die Sanierung von Hochschulgebäuden in Aussicht.
Die Ankündigung ist Teil eines Maßnahmenpakets nach wochenlangen Mobilisierungen an Schulen und Hochschulen. Damit verlagert sich die Auseinandersetzung von der Kritik an einzelnen Zulassungsbescheiden auf die Frage, wie der Übergang zwischen Lycée und Hochschule künftig organisiert werden soll.