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Befragung legt Gewalt an Grundschulen offen

Eine Befragung des Bildungsministeriums meldet ein hohes Ausmaß sexualisierter Gewalt an französischen Grundschulen. Besonders auffällig ist der Anteil bei Kindern der dritten Grundschulklasse.

AbendausgabeWelche Themen beschäftigen die französische Presse am 28. Oktober 2026 um 20:00 Uhr?

Eine alarmierende Schulbefragung, die Neuordnung der Hochschulzulassung und ein verschärftes Gesetz gegen Ausschreitungen prägen die französische Abendlage.

Die Zahlen aus der neuen Erhebung des Bildungsministeriums haben die Debatte über den Schutz von Kindern an Schulen schlagartig verschärft. 34 Prozent der befragten Schülerinnen und Schüler aus CE2, CM1 und CM2 geben an, im Schuljahr 2024/2025 mindestens eine sexualisierte Gewalterfahrung in der Schule gemacht zu haben. In der CE2, der dritten Grundschulklasse, liegt dieser Anteil bei 42 Prozent. Die Angaben erfassen unter anderem unerwünschte Berührungen oder Küsse sowie Voyeurismus in Toilettenräumen.

Die Befragung beschreibt Selbstauskünfte von Kindern und keine gerichtsfest festgestellten Einzelfälle. Gerade deshalb richtet sich der Blick auf Prävention, Meldewege und die Fähigkeit der Schulen, Situationen früh wahrzunehmen. Le Parisien nennt für die CE2 29 Prozent bei versuchten oder erfolgten Berührungen beziehungsweise Küssen ohne Einverständnis und 28 Prozent bei beobachtetem Voyeurismus. Die Überlappung der Kategorien erklärt, weshalb die Einzelwerte nicht addiert werden können. Die Veröffentlichung gibt der seit Jahren geführten Diskussion über Gewalt unter Kindern und den Schutz vor Übergriffen im schulischen Alltag eine neue, landesweit vergleichbare Grundlage.

Grundlage des Briefings

Die zugrunde liegenden Medienquellen