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Parcoursup soll 2028 ersetzt werden

Die Regierung kündigt eine tiefgreifende Reform von Parcoursup an und verspricht einen vollständigen Ersatz der Hochschulplattform ab 2028. Schüler- und Studierendenorganisationen halten ihre Mobilisierung dennoch aufrecht, weil sie die Zusagen für zu ungenau halten.

MorgenausgabeWelche Themen beschäftigen die französische Presse am 28. Oktober 2026 um 06:59 Uhr?

Bildungspolitik, die Folgen des Anschlags von Trappes und die Krise eines Pariser Spielestudios prägen die französische Morgenausgabe.

Die Regierung von Sébastien Lecornu will die Zulassungsplattform Parcoursup zunächst für die Bewerbungsrunde 2027 verändern und 2028 durch ein neues Verfahren ersetzen. Vorgesehen sind mehr Transparenz über automatisierte Auswahlverfahren und begründete Absagen; zugleich sollen zwischen 2027 und 2028 zusätzliche Studienplätze entstehen, besonders in der Île-de-France und in stark nachgefragten Fachrichtungen.

Mit der Ankündigung reagiert das Kabinett auf Wochen der Proteste an Schulen und Hochschulen. Die Plattform ist für viele Jugendliche zum Symbol eines als undurchsichtig und ungleich empfundenen Zugangs zum Studium geworden. Die Reform verbindet das Zulassungsverfahren mit weiteren Zusagen: kleinere Klassen in der Seconde, Investitionen in Schulgebäude und zusätzliche Mittel für die Studentenwerke.

Die Verbände sehen darin keine ausreichende Antwort. Vertreter von Les Lycéens! und der Studierendenorganisation Unef kritisieren, dass zentrale Fragen zu Lehrkräften, kontinuierlicher Leistungsbewertung, Wohnraum und Finanzierung offenbleiben. Für den 31. Oktober sind landesweit weitere Aktionen angekündigt; die Bildungsfrage bleibt damit auch ein Konflikt über den Staatshaushalt 2027.

Grundlage des Briefings

Die zugrunde liegenden Medienquellen