Gesundheit

CGT warnt am CHU Nantes vor Erschöpfung des Personals durch Hitze

Die CGT am Universitätsklinikum Nantes fordert angesichts der erneuten Hitzebelastung stärkere Schutzmaßnahmen. Die Gewerkschaft fürchtet um die Gesundheit der Beschäftigten und die Bindung von Fachkräften.

Nantes – 12.08.2026: Die CGT am Universitätsklinikum Nantes warnt vor einer zunehmenden Erschöpfung der Beschäftigten infolge der Hitzewelle. Die Gewerkschaft fordert die Regierung auf, ihrer Verantwortung für den Schutz des Krankenhauspersonals nachzukommen. Ohne wirksame Vorkehrungen könnten weitere Fachkräfte den Beruf verlassen, wie es bereits während der Covid-19-Pandemie zu beobachten gewesen sei.

Hohe Temperaturen belasten in Kliniken sowohl die Patientenversorgung als auch die Arbeitsorganisation. Sie erschweren die Tätigkeit in Notaufnahmen, auf Stationen, in der Intensivmedizin und im Rettungsdienst. Nach langen Schichten können Schlafmangel und verkürzte Erholungsphasen hinzukommen. In Einrichtungen mit ohnehin knappen Personalreserven führen Ausfälle rasch zu einer höheren Arbeitslast für die verbleibenden Teams.

Das CHU Nantes hatte bereits am 26. Juni 2026 wegen der hitzebedingt stark gestiegenen Inanspruchnahme des medizinischen Notdienstes Samu, der Notaufnahme und der stationären Bereiche den sogenannten Plan blanc ausgelöst. Am 9. Juli wurde der Notfallplan erneut aktiviert. Das Krankenhaus verwies damals auf die Möglichkeit, die Kapazitäten an den Standorten Nord-Laënnec und Hôtel-Dieu zu erhöhen, planbare Behandlungen gezielt zu verschieben und zusätzliches Personal zurückzurufen.

Die CGT verbindet ihre Kritik mit der Forderung nach dauerhaften technischen und organisatorischen Anpassungen. Dazu gehören gekühlte Arbeits- und Patientenzimmer, eine ausreichende Trinkwasserversorgung, angepasste Dienstpläne und eine realistische Personalbemessung. Der Konflikt reicht damit über kurzfristige Hitzeschutzmaßnahmen hinaus. Er betrifft die Frage, wie Krankenhäuser wiederkehrende Extremtemperaturen bei Infrastruktur, Finanzierung und Personalplanung berücksichtigen.

Das französische Gesundheitsministerium hatte Ende Juni die dritte Stufe des nationalen Krisenplans ORSAN EPI-CLIM aktiviert und zusätzlich 100 Millionen Euro für dringende Kühlmaßnahmen in Gesundheitseinrichtungen angekündigt. Der Plan dient dazu, die Versorgung bei klimabedingten Gesundheitsrisiken zu koordinieren und Krankenhäuser auf außergewöhnliche Belastungen vorzubereiten.

Die Erfahrungen dieses Sommers erhöhen den Handlungsdruck. Météo-France stufte die Hitzeperiode vom 4. bis 19. Juli als zweite große Hitzewelle des Sommers ein. Am 12. Juli galt in 37 Départements die höchste Warnstufe Rot, in 46 weiteren die Warnstufe Orange. Für die Kliniken geht es deshalb ebenso um sichere Arbeitsbedingungen wie um die Fähigkeit, bei steigenden Patientenzahlen handlungsfähig zu bleiben.

Die Gewerkschaft fürchtet, dass Beschäftigte den Krankenhausdienst verlassen könnten, wenn außergewöhnliche Belastungen zum Normalzustand werden. Ihr Verweis auf die Pandemie beschreibt keinen medizinischen Vergleich, sondern die Sorge vor einer erneuten personellen Erschöpfung in einem Gesundheitssystem mit begrenzten Reserven.

Quellen

  • Franceinfo
  • CHU Nantes
  • Französisches Gesundheitsministerium
  • Météo-France

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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