Wirtschaft

EasyJet-Gewerkschaften rufen Kabinenpersonal für den 15. und 16. August zum Streik auf

Drei Gewerkschaften des französischen EasyJet-Kabinenpersonals haben für den 15. und 16. August 2026 zum Streik aufgerufen. Sie beklagen chronisch instabile Dienstpläne sowie eine hohe körperliche und psychische Belastung.

Paris – 12.08.2026: Drei Gewerkschaften des Kabinenpersonals von EasyJet France haben für Samstag, den 15. August, und Sonntag, den 16. August 2026, zum Streik aufgerufen. Der Arbeitskampf betrifft die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der französischen Gesellschaft. Da der Termin in die Hauptreisezeit fällt, müssen Passagiere mit Änderungen im Flugplan rechnen, sofern sich genügend Beschäftigte an dem Ausstand beteiligen.

Die Gewerkschaften begründen ihre Mobilisierung mit einer nach ihrer Darstellung weitverbreiteten körperlichen und psychischen Erschöpfung. Als wesentliche Ursache nennen sie chronisch instabile Dienstpläne. Häufige Änderungen erschwerten es den Beschäftigten, Arbeitszeiten und Privatleben verlässlich zu organisieren. Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dem Aufruf folgen wollen, war am Mittwoch zunächst nicht bekannt.

Für Reisende bedeutet die Ankündigung noch nicht, dass bestimmte Verbindungen ausfallen. Ob Flüge gestrichen, verschoben oder mit verändertem Personaleinsatz durchgeführt werden, hängt von der tatsächlichen Streikbeteiligung und den betrieblichen Entscheidungen der Fluggesellschaft ab. EasyJet France hatte bis zum Redaktionsschluss keine detaillierte Übersicht über mögliche Einschränkungen auf einzelnen Strecken veröffentlicht.

Der Konflikt reiht sich in die seit Monaten geführte Auseinandersetzung über die Arbeitsbedingungen des französischen Kabinenpersonals ein. Gewerkschaftsvertreter hatten bereits zuvor wechselnde Einsatzpläne, eine angespannte Personalsituation und die daraus entstehende Belastung kritisiert. Im April 2026 richtete sich ein Streikaufruf bei EasyJet France gegen ähnliche Probleme an den damals sechs französischen Standorten des Unternehmens. Der neuerliche Aufruf weist darauf hin, dass der Streit bislang nicht beigelegt ist.

Besonders heikel ist der gewählte Zeitpunkt. Der 15. August, Mariä Himmelfahrt, ist in Frankreich ein gesetzlicher Feiertag und fällt 2026 auf einen Samstag. Das Wochenende liegt mitten in den Sommerferien, wenn viele Reisende zu Urlaubszielen fliegen oder nach Hause zurückkehren. Störungen könnten deshalb über einzelne Ausfälle hinausreichen: Verspätungen, kurzfristige Umbuchungen und verpasste Anschlussverbindungen sind möglich, belastbare Angaben dazu lagen am 12. August jedoch nicht vor.

Fluggäste sollten den Status ihrer Verbindung vor der Fahrt zum Flughafen unmittelbar bei EasyJet kontrollieren und auf Mitteilungen der Airline achten. Bei Änderungen empfiehlt es sich, auch Anschlussreisen und Transfers zu prüfen. Welche Ansprüche Reisende im Einzelfall haben, hängt unter anderem von der Art der Beeinträchtigung und den angebotenen Ersatzmöglichkeiten ab.

Die Gewerkschaften verlangen vor allem eine verlässlichere Dienstplanung und eine Entlastung des Kabinenpersonals. Eine Einigung mit der Unternehmensleitung war am Mittwoch nicht gemeldet. Ebenso lagen noch keine bestätigten Zahlen zu Annullierungen oder Verspätungen am 15. und 16. August vor.

Quellen

  • franceinfo
  • Le Monde
  • Air Journal

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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