Montgueux – 10.08.2026: In einer Weinbergsparzelle bei Montgueux westlich von Troyes hat am Montag die Lese für den Champagne-Jahrgang 2026 begonnen. Der Auftakt am 10. August kommt nach Angaben von Franceinfo rund einen Monat früher als üblich. Damit setzt die Ernte in diesem Teil der Aube ein, während sich viele andere Gemeinden des Anbaugebiets noch auf die arbeitsintensivsten Wochen des Jahres vorbereiten.
Der ungewöhnlich frühe Termin folgt auf einen Sommer mit wiederholten Hitzeperioden. Météo-France verzeichnete bereits im Juni eine außergewöhnlich frühe und intensive Hitzewelle; im Juli folgte eine weitere, lang anhaltende Wärmephase. Hohe Temperaturen können die Reifung der Trauben beschleunigen und das Zeitfenster verkürzen, in dem die Betriebe Personal, Transport, Pressen und Kellerarbeit aufeinander abstimmen müssen.
In der Champagne werden die Trauben grundsätzlich von Hand gelesen. Die möglichst unversehrte Ernte und der rasche Transport zur Presse sind für die Herstellung des Schaumweins besonders wichtig, weil ein erheblicher Teil der hellen Grundweine aus dunklen Trauben gewonnen wird. Ein vorgezogener Beginn betrifft daher die gesamte Produktionskette: von den Teams im Weinberg über Träger und Fahrer bis zu Presshäusern und Kellereien.
Der Bedarf an Saisonkräften ist entsprechend groß. Das Comité Champagne und France Travail Grand Est haben ihr gemeinsames Programm Champagne Vendanges 2026 auf das gesamte Anbaugebiet ausgeweitet. Nach Angaben der Partner sollen rund 4.500 Einstellungen begleitet werden. Das Angebot erstreckt sich über die Départements Aisne, Aube, Marne, Haute-Marne und Seine-et-Marne.
Auch im Raum Troyes sind zahlreiche Stellen ausgeschrieben. France Travail vermittelt unter anderem Traubenleser für Montgueux sowie für weitere Weinbauorte der Aube. Gesucht werden zudem Träger, Kellerhelfer und Fahrer. Viele Betriebe planen ihre Einsätze ab Mitte August. Montgueux zählt aufgrund seiner Lage und der dortigen Reifeentwicklung jedoch regelmäßig zu den frühesten Lesegebieten der Champagne.
Für die Beschäftigten erhöht der Termin im Hochsommer die körperliche Belastung. Die Arbeit findet überwiegend im Freien statt, verlangt über Stunden gebückte Bewegungen und das Tragen gefüllter Erntebehälter. Bei hohen Temperaturen müssen die Betriebe Arbeitszeiten, Pausen und Versorgung entsprechend organisieren, ohne die zügige Verarbeitung der Trauben zu gefährden.
Die Weinlese ist für die Region ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Nach Angaben des Comité Champagne arbeiten während der Erntezeit rund 120.000 Menschen in den Weinbergen, rechnerisch etwa vier Personen je Hektar. Der frühe Auftakt in Montgueux verdichtet nun Personalbedarf und Logistik in einer ohnehin kurzen Kampagne.
Quellen
- Franceinfo
- Comité Champagne
- France Travail Grand Est
- Météo-France
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).