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Charmantes Sarlat-la-Canéda: Ein Spaziergang durch das Herz des Périgord

Sarlat-la-Canéda, kurz Sarlat genannt, ist ein wahres Juwel im Périgord Noir in der Region Dordogne. Die Stadt ist wie ein lebendiges Freilichtmuseum – ein Ort, der mit seinen sandsteinfarbenen Gebäuden, den verwinkelten Gassen und historischen Plätzen sofort in seinen Bann zieht. Tauchen wir gemeinsam ein in dieses mittelalterliche Märchen und entdecken die Geheimnisse, die Sarlat…

Sarlat - Place de la Liberté (Wikipedia)

Sarlat-la-Canéda, kurz Sarlat genannt, ist ein wahres Juwel im Périgord Noir in der Region Dordogne. Die Stadt ist wie ein lebendiges Freilichtmuseum – ein Ort, der mit seinen sandsteinfarbenen Gebäuden, den verwinkelten Gassen und historischen Plätzen sofort in seinen Bann zieht. Tauchen wir gemeinsam ein in dieses mittelalterliche Märchen und entdecken die Geheimnisse, die Sarlat lebendig halten.

Startpunkt: Place de la Liberté – Das pulsierende Zentrum von Sarlat

Unsere Stadtführung beginnt am Place de la Liberté, dem zentralen Platz von Sarlat und der perfekte Ort, um die Atmosphäre der Stadt aufzusaugen. An Markttagen – mittwochs und samstags – verwandelt sich dieser Platz in ein farbenfrohes Spektakel aus Ständen, an denen lokale Spezialitäten wie Trüffel, Gänseleberpastete (Foie Gras) und regionale Weine angeboten werden.

Die Häuser rund um den Platz sind typisch für Sarlat: Ihre warmen Sandsteinfassaden und die Schieferdächer glitzern im Sonnenlicht. Viele dieser Gebäude stammen aus dem 14. bis 16. Jahrhundert und erzählen von der reichen Geschichte der Stadt. Hier atmet alles Vergangenheit – doch der Platz ist voller Leben. Die kleinen Cafés und Restaurants laden dazu ein, bei einem Glas Wein oder einem Kaffee die Umgebung zu genießen und die Leute zu beobachten.

Die Kathedrale Saint-Sacerdos – Gotik und Romanik vereint

Nur ein paar Schritte vom Place de la Liberté entfernt steht die imposante Kathedrale Saint-Sacerdos. Dieses beeindruckende Bauwerk vereint mehrere Baustile – vor allem romanische und gotische Elemente – und erzählt eine Geschichte, die bis ins 9. Jahrhundert zurückreicht. Die heutige Kirche wurde im 14. Jahrhundert erbaut, und während der Renaissancezeit wurden Teile des Baus erweitert.

Beim Betreten der Kathedrale fällt sofort das Licht auf, das durch die bunten Glasfenster in das Innere strömt. Die Fenster zeigen Szenen aus dem Leben Jesu und verschiedener Heiliger – ein farbenprächtiges Spiel, das die Atmosphäre im Inneren prägt. Besonders sehenswert ist das hölzerne Chorgestühl, das fein geschnitzte Details aufweist und von großem künstlerischem Können zeugt.

Manoir de Gisson – Ein mittelalterliches Herrenhaus voller Geheimnisse

Auf dem Weg vom Place de la Liberté zur Kathedrale kommen wir an einer der faszinierendsten Attraktionen von Sarlat vorbei: dem Manoir de Gisson. Dieses beeindruckende Herrenhaus mit seiner schlichten, aber prächtigen Fassade führt uns direkt ins Leben des mittelalterlichen Adels. Das Manoir ist heute ein Museum und gibt einen intimen Einblick in die aristokratische Lebensweise vergangener Jahrhunderte.

Im Inneren erwartet die Besucher eine Ausstellung, die von der Geschichte und den Bräuchen des 16. und 17. Jahrhunderts erzählt. Die antiken Möbel, die prächtigen Tapisserien und die fein geschnitzten Holzmöbel lassen den Lebensstil jener Epoche lebendig werden. Das Highlight ist der „Curiositätenkabinett“, in dem sich eine skurrile Sammlung alter medizinischer Geräte und exotischer Gegenstände befindet – ein Ort, an dem man den geheimnisvollen Charakter vergangener Zeiten förmlich spürt.

Rue de la République – Die „Hauptstraße“ von Sarlat

Nach dem Besuch des Manoir de Gisson schlendern wir weiter entlang der Rue de la République. Diese langgezogene Straße ist die Hauptader von Sarlat, gesäumt von Geschäften, Restaurants und kleinen Boutiquen. Hier lässt sich die besondere Atmosphäre Sarlats am besten erleben, denn die Rue de la République verbindet die wichtigsten Plätze und Sehenswürdigkeiten miteinander.

Besonders auffällig sind die Arkaden und die kunstvoll verzierten Fassaden der Gebäude. In den kleinen Geschäften entlang der Straße finden sich zahlreiche Spezialitäten der Region: Trüffel, Walnüsse, Enten-Confit und vieles mehr. Eine gute Idee, um ein paar lokale Köstlichkeiten als Souvenirs mitzunehmen!

Lanterne des Morts – Ein mysteriöses Denkmal

Ein kurzer Abstecher führt uns zur Lanterne des Morts, einem der faszinierendsten und rätselhaftesten Bauwerke in Sarlat. Diese merkwürdige, runde Steinlaterne wurde im 12. Jahrhundert erbaut und steht inmitten eines kleinen Gartens. Ihr Zweck ist bis heute nicht eindeutig geklärt – manche glauben, dass sie als Gedenkstätte für die Toten der Pestepidemien errichtet wurde, während andere meinen, dass es sich um eine Kultstätte für Heilige handelte.

Die Lanterne des Morts strahlt eine geradezu mystische Atmosphäre aus und zieht Besucher magisch an. Das Bauwerk ist hohl, und an der Spitze befindet sich eine kleine Öffnung, durch die das Licht einst herausgestrahlt haben soll. Ein faszinierender Ort, der ein wenig zum Träumen anregt – was für Geschichten mag diese alte Steinlaterne wohl in ihren Mauern verbergen?

Das Hôtel de Ville und die Markthalle – Architektur und Genuss vereint

Unser nächster Stopp ist das Hôtel de Ville, das Rathaus von Sarlat, und die danebenliegende alte Markthalle. Das Rathaus ist ein elegantes Gebäude aus dem 18. Jahrhundert und steht in einem interessanten Kontrast zu den älteren Bauwerken der Stadt. Direkt daneben befindet sich die ehemalige Kirche Sainte-Marie, die zu einer Markthalle umgestaltet wurde.

In der Markthalle kann man von frischem Gemüse über Käse bis hin zu Fleisch und Fisch fast alles finden, was die Region kulinarisch zu bieten hat. Besonders interessant ist jedoch der „Lift“ auf das Dach der Markthalle, der von Jean Nouvel entworfen wurde, einem der berühmtesten Architekten Frankreichs. Von oben genießt man einen beeindruckenden Blick auf die Dächer von Sarlat – ein Panorama, das man so schnell nicht vergisst.

La Boétie und die Promenade durch die Altstadt

Die Altstadt von Sarlat ist ein wahres Labyrinth aus kleinen Gassen und versteckten Winkeln. Wer die Rue La Boétie entlanggeht, wird auf das Geburtshaus des berühmten Philosophen Étienne de La Boétie stoßen, einem engen Freund von Michel de Montaigne und einer wichtigen Persönlichkeit der französischen Geistesgeschichte. Sein Haus ist mit einer prächtigen Renaissancefassade geschmückt und gehört zu den markantesten Bauten in Sarlat.

Diese Gasse lädt zu einem gemütlichen Spaziergang ein. Sie ist schmal, gesäumt von alten, gut erhaltenen Fachwerkhäusern und bietet zahlreiche kleine Kunstgalerien, Boutiquen und Handwerksläden. Besonders in der Abenddämmerung, wenn die Gassen in warmes Licht getaucht werden, verströmt die Altstadt eine fast magische Atmosphäre.

Abschluss am Jardin des Enfeus – Ein friedlicher Ort mit Geschichte

Unsere Tour endet im Jardin des Enfeus, einem kleinen und friedlichen Garten hinter der Kathedrale Saint-Sacerdos. Der Name „Enfeus“ bezieht sich auf die alten, überdachten Gräber, die man hier noch sehen kann. Dieser Garten ist ein Ort der Ruhe und Erinnerung, und die historische Kulisse der Kathedrale verleiht ihm eine besondere Aura.

Hier kann man sich auf einer der Bänke niederlassen und den Spaziergang durch Sarlat Revue passieren lassen – die alten Mauern, die historischen Plätze und die kleinen Geheimnisse, die die Stadt zu bieten hat. Der Jardin des Enfeus ist der perfekte Ort, um die Eindrücke der Stadtführung zu genießen und die Seele baumeln zu lassen.

Praktische Tipps für die Stadtführung

  • Beste Reisezeit: Frühling und Herbst sind ideal – das Klima ist angenehm, und die Stadt ist nicht überfüllt.
  • Markttage nutzen: Mittwochs und samstags verwandelt sich der Place de la Liberté in ein lebendiges Markttreiben.
  • Genügend Zeit einplanen: Sarlat ist zwar klein, doch die vielen Details und versteckten Ecken laden dazu ein, überall stehenzubleiben.
  • Kleine Souvenirs mitnehmen: Trüffelprodukte, Walnüsse und Honig aus der Region sind ideal für Mitbringsel.

Sarlat-la-Canéda ist eine Stadt voller Geschichte und Geschichten, in der jeder Schritt in die Vergangenheit führt. Ob auf den belebten Plätzen oder in den stillen Gassen – diese Stadtführung bringt uns der Seele Sarlats ein Stück näher.

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