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Chile verhängt Katastrophenzustand nach schwerem Unwetter im Norden

Nach tagelangen Starkregenfällen hat Chile für die Region Coquimbo und die Provinz Huasco den Katastrophenzustand verhängt. Fünf Menschen kamen ums Leben, vier weitere werden vermisst.

La Serena – 20.07.2026: Nach schweren Unwettern im Norden und Zentrum Chiles hat Präsident José Antonio Kast den verfassungsrechtlichen Katastrophenzustand für die gesamte Region Coquimbo sowie die Provinz Huasco in der Region Atacama angeordnet. Die Maßnahme soll den Einsatz staatlicher Kräfte beschleunigen und die Koordinierung von Rettung, Versorgung und Wiederherstellung der Infrastruktur erleichtern.

Nach aktuellen Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde SENAPRED kamen mindestens fünf Menschen durch das seit mehreren Tagen andauernde Unwetter ums Leben. Vier Personen galten am Montag weiterhin als vermisst. Landesweit wurden mehr als 2.200 Menschen als betroffen registriert, rund 1.180 Menschen befanden sich in Notunterkünften. Fast 100.000 Menschen waren wegen unterbrochener Verkehrsverbindungen zeitweise von ihrer Umgebung abgeschnitten.

Besonders schwer traf es die Region Coquimbo und die Provinz Huasco. Heftige Niederschläge ließen Flüsse anschwellen, setzten Straßen unter Wasser und lösten Erdrutsche aus. In mehreren Orten wurden die Trinkwasserversorgung und die Stromversorgung beeinträchtigt. Die Behörden meldeten zudem Schäden an zahlreichen Wohnhäusern; die genaue Bilanz wird weiter erhoben, weil Einsatzkräfte viele schwer erreichbare Gebiete erst nach und nach erreichen.

Die chilenische Regierung hatte bereits vor dem jüngsten Höhepunkt des Unwetters Vorsorgemaßnahmen in mehreren Regionen getroffen. Für Montag, den 20. Juli, war der Unterricht in der Region Coquimbo und in der Provinz Huasco ausgesetzt worden. Auch in Teilen der Region Valparaiso blieben Schulen geschlossen. Die Entscheidung sollte Fahrten auf gefährdeten Straßen vermeiden und Einsatzkräfte entlasten.

Mit dem nun verhängten Katastrophenzustand erhält die Regierung zusätzliche Möglichkeiten, den Zugang zu betroffenen Gebieten zu sichern, Hilfsgüter zu verteilen und Räumarbeiten zu koordinieren. Präsident Kast erklärte, die staatlichen Stellen müssten besonders dort schnell handeln, wo Überschwemmungen, Hangrutsche und Ausfälle kritischer Versorgung die Bevölkerung gefährden. Gesundheitsministerin Ximena Aguilera kündigte außerdem eine Gesundheitswarnung für Atacama und Coquimbo an.

Das Unwetter erstreckte sich über weite Teile Chiles. Während im Süden und Zentrum weiter Schäden bewertet werden, konzentrieren sich die Rettungs- und Versorgungsmaßnahmen im Norden auf Coquimbo, Huasco und angrenzende Gemeinden. Die meteorologische Lage blieb am Montag angespannt. Behörden warnten vor weiteren intensiven Niederschlägen und möglichen Gefahren durch angeschwollene Flüsse, Erdrutsche sowie beschädigte Verkehrswege.

Die Opferzahlen und Angaben zu Gebäudeschäden können sich mit fortschreitenden Such- und Bewertungsarbeiten noch ändern. Für die betroffenen Familien stehen zunächst sichere Unterkünfte, die Wiederherstellung von Wasser- und Stromnetzen sowie die Öffnung abgeschnittener Straßen im Mittelpunkt. Die Regierung kündigte an, die Lage fortlaufend zu bewerten und Hilfen nach den Ergebnissen der lokalen Schadensaufnahme zu steuern.

Quellen

  • Chilenische Regierung
  • Chilenischer Katastrophenschutz SENAPRED
  • Chilenisches Gesundheitsministerium
  • El Pais Chile

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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