Paris – 11.10.2026: Citroën hat das Konzept einer elektrischen 2CV vorgestellt und damit die Rückkehr seines berühmtesten Kleinwagens angekündigt. Die Studie wurde am Vorabend des Pariser Autosalons enthüllt, der vom 12. bis 18. Oktober an der Porte de Versailles stattfindet. Das Serienmodell soll nach Angaben des Herstellers 2028 auf den Markt kommen.
Die Studie ist noch kein fertiges Fahrzeug, gibt aber die Richtung des Projekts vor. Citroën will die Grundidee der historischen 2CV in die Gegenwart übertragen: wenig Material, eine einfache Konstruktion, praktische Nutzung und ein vergleichsweise niedriger Preis. Als Ziel nennt die Marke einen Einstiegspreis von etwa 15.000 Euro. Produziert werden soll das Auto in Europa.
Mit einer Länge von 3,76 Metern bleibt das Konzept kompakt. Citroën strebt ein Gewicht von ungefähr einer Tonne an. Eine geringe Masse kann den Bedarf an Batteriezellen und damit einen wesentlichen Kostenfaktor elektrischer Autos begrenzen. Angaben zu Batteriekapazität, Reichweite, Ladeleistung oder Serienausstattung legte das Unternehmen bei der Präsentation allerdings noch nicht vor. Der angekündigte Preis lässt sich deshalb bislang nur als Planungsziel bewerten.
Gestalterisch greift die Studie erkennbare Merkmale des historischen Modells auf. Dazu gehören freistehende Rundscheinwerfer, gewölbte Kotflügel, eine stark geneigte Windschutzscheibe und ein nach hinten abfallendes Dach. Geriffelte Flächen auf der Motorhaube und bewusst schlicht gestaltete Stahlräder erinnern ebenfalls an das frühere Alltagsauto. Im Innenraum verzichtet Citroën weitgehend auf ein herkömmliches Armaturenbrett. Breite Sitzbänke und ein herausnehmbares Radio sollen die betonte Einfachheit fortsetzen.
Citroën-Chef Xavier Chardon erklärte, die Neuauflage solle keine bloße Kopie des alten Modells werden. Die Marke wolle vielmehr dessen Zugänglichkeit und funktionale Schlichtheit für die Elektromobilität neu interpretieren. Die ursprüngliche 2CV wurde 1948 auf dem Pariser Automobilsalon präsentiert. Sie entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem der bekanntesten französischen Gebrauchswagen und blieb bis 1990 in Produktion.
Für den Mutterkonzern Stellantis ist das Vorhaben zugleich ein industriepolitisch relevantes Preisversprechen. Reuters zufolge soll das Serienfahrzeug die kostengünstige E-Car-Plattform des Konzerns nutzen. Diese technische Grundlage ist für mehrere kleine Modelle verschiedener Stellantis-Marken vorgesehen und soll Skaleneffekte bei Entwicklung und Fertigung ermöglichen. Als Produktionsstandort ist dem Bericht zufolge das italienische Werk Pomigliano d'Arco geplant.
Citroën zielt damit auf den wachsenden europäischen Markt für preiswerte elektrische Kleinwagen. Ob der anvisierte Grundpreis bis 2028 gehalten werden kann, hängt auch von Batteriepreisen, Ausstattung und Produktionskosten ab. Belastbare technische Daten will der Hersteller erst im weiteren Verlauf der Entwicklung nennen.
Quellen
- Franceinfo
- Citroën und Stellantis Media
- Reuters via Boursorama
- Mondial de l'Auto Paris
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).