Paris – 21.08.2026: Ein Espresso für 99 Cent ist in französischen Großstädten inzwischen ungewöhnlich günstig. Die chinesische Kaffeehauskette Cotti Coffee macht diesen Preis zum Kern ihrer Expansion in Frankreich. Seit Anfang 2026 hat sie Verkaufsstellen in mehreren großen Städten eröffnet und richtet sich vor allem an Menschen, die Kaffee mitnehmen oder nur kurz bleiben. Neben Espresso bietet die Kette Milchkaffee, Eiskaffee, Matcha-Getränke und kleine Speisen an.
Die Expansion ist auch in amtlichen Unternehmensdaten erkennbar. Für Cotti Coffee France sind dort 29 Betriebsstätten registriert. Das Netz konzentriert sich auf Paris und die Île-de-France, reicht aber auch nach Lyon, Marseille und Bordeaux. Damit hat die Kette binnen weniger Monate eine beachtliche Präsenz in einem Markt aufgebaut, in dem internationale Anbieter und unabhängige Cafés um Laufkundschaft konkurrieren.
Der Preis von 99 Cent gilt für einen einfachen Espresso, nicht für die gesamte Getränkekarte. Aufwendigere Varianten kosten mehr. Dennoch liegt der Einstiegspreis deutlich unter dem Niveau vieler Kaffeehausketten in zentralen Lagen. Er dient als weithin sichtbares Werbeversprechen und soll Kundinnen und Kunden zugleich an die App der Kette sowie an weitere Produkte binden.
Nach Angaben des Unternehmens und Berichten über dessen Markteintritt beruht das Konzept auf standardisierten Abläufen, digitalen Bestellungen und hohen Verkaufszahlen. Kleine, zweckmäßig eingerichtete Filialen und einheitliche Rezepturen können den Aufwand für Personal, Ausstattung und Bedienung begrenzen. Ob der Espresso zum Niedrigpreis für sich genommen rentabel ist, lässt sich daraus nicht ableiten. Für die Kalkulation dürften auch höherpreisige Getränke, Snacks und befristete Angebote relevant sein.
Cotti Coffee wurde 2022 in China gegründet und expandierte anschließend rasch ins Ausland. Das Unternehmen verweist auf ein großes weltweites Filialnetz, veröffentlicht auf seiner Website jedoch keine umfassende, nach Ländern gegliederte Finanzbilanz. Die französischen Registerdaten belegen die rechtliche Präsenz und die gemeldeten Betriebsstätten, geben aber keinen Aufschluss über Umsätze, Besucherzahlen oder die Ertragslage einzelner Standorte.
Auch die Qualität lässt sich nicht aus dem Preis allein herleiten. Herkunft und Röstung der Bohnen, Zubereitung und Service prägen den Eindruck ebenso. Das Angebot ist als standardisiertes Alltagsprodukt angelegt und unterscheidet sich damit vom Profil spezialisierter Kaffeeröstereien.
Für etablierte Ketten und unabhängige Betriebe verschärft sich der Vergleich bei Preis, Geschwindigkeit und Sortiment. Lokale Cafés können sich über Beratung, eigene Röstungen, Aufenthaltsqualität oder ein breiteres gastronomisches Angebot abheben. Mit 29 registrierten Betriebsstätten besitzt Cotti Coffee jedoch bereits die nötige Größenordnung, um den Wettbewerb in mehreren französischen Großstädten spürbar zu verändern.
Quellen
- Franceinfo
- Annuaire des Entreprises – data.gouv.fr
- Cotti Coffee
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).