Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, 1. Dezember, kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran neue Maßnahmen zur Impfung gegen Covid-19 an. Obwohl eine Impfplicht "nicht die Wahl Frankreichs" sei, versicherte der Minister, dass der Termin 15. Januar für die obligatorische 3. Dosis eingehalten werde.
Die Impfung gegen Covid-19 wird in Frankreich beschleunigt. In einer Pressekonferenz, die nach der Impfung einer 97-jährigen Person in deren Zuhause abgehalten wurde, kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran neue Maßnahmen an.
Der Minister versicherte, dass Maßnahmen ergriffen worden seien, um die Auffrischungskampagne zu unterstützen. "Das Datum 15. Januar ist nicht nur haltbar, sondern wird auch eingehalten", versicherte er im Gespräch mit Pressevertretern. Um dieses Datum einzuhalten, kündigte der Gesundheitsminister an, dass Krankenschwestern für die Impfung zu Hause einen Zuschlag erhalten sollen. Um die Impfkampagne zu beschleunigen, wurden 15.000 Apotheken in Frankreich dazu aufgerufen, am Wochenende geöffnet zu bleiben.
300 zusätzliche Impfzentren
Die Regierung hat die Eröffnung von 300 zusätzlichen Impfzentren angekündigt, damit alle "Personen, die es wünschen" in den nächsten "sieben bis acht Wochen" geimpft werden können, berichtet die Zeitung Nice Matin. Die Auffrischungsimpfungen werden mit den RNA-Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und Moderna durchgeführt.
Seit der Ankündigung, die dritte Impfdosis allen Erwachsenen zugänglich zu machen, haben mehr als 5 Millionen Franzosen einen Impftermin vereinbart. Um diesen Rhythmus aufrechtzuerhalten, sollen täglich neue Termine in die entsprechenden Reservierungsplattformen eingestellt werden. "Wir wollen den schwächeren Personen Vorrang einräumen, es gibt noch welche, und wir mobilisieren die Netzwerke, um sie zu begünstigen", erklärte Olivier Véran und versicherte, dass "niemand ohne Gesundheitspass sein wird". Die Impfung wird im Übrigen bei niedergelassenen Ärzten, in Apotheken sowie in den etwa 1.000 Impfzentren des Landes möglich sein.