Drei Festgenommene werden verdächtigt, Hacker zu sein. Die Gendarmerie schätzt, dass insgesamt mehr als 62.000 gefälschte Gesundheitspässe von ihnen erstellt wurden.
Dreizehn Personen, die verdächtigt wurden, an einem Fälscherring beteiligt zu sein, der über 62.000 gefälschte Gesundheitspässe ausgestellt hatte, wurden am Dienstag, dem 25. und Mittwoch, dem 26. Januar in den Regionen Lyon und Paris festgenommen. Die Ermittlungen gingen von einer Meldung der Krankenkasse des Departements Loire und eines Arztes der Caisse primaire d'assurance maladie aus und betrafen Tausende von Gesundheitspässen, die im Namen eines Krankenpflegers aus der Gegend von Angers (Maine-et-Loire) ausgestellt waren, der nie eine Anti-Covid-Impfung durchgeführt hatte, wie eine Justizquelle eine von Le Monde veröffentlichte Information bestätigte.
Acht Verdächtige in der Region Lyon festgenommen.
Als der Krankenpfleger erkannte, dass sein Zugang zum Krankenkassensystem gehackt worden war, erstattete er in Angers Anzeige. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei in Angers verlagerten sich auf die Region Lyon. Die Ermittlungen beziehen sich auf bandenmäßigen Betrug, schwere Geldwäsche und bandenmäßigen Angriff auf ein automatisiertes System zur Verarbeitung personenbezogener Daten. Acht Verdächtige wurden am Mittwochmorgen in der Region Lyon festgenommen.
35 Ärzten wurde die "digitale Identität" gestohlen.
Weitere Fälle von gehackten Zugängen von Ärzten waren der Grund für die Eröffnung eines weiteren Ermittlungsverfahrens in Paris, das von der Cyber-Ermittlungseinheit der Gendarmerie durchgeführt wurde. Fünf weitere Personen wurden in der Region Paris festgenommen. Zwei Verdächtige sind in beide aufgedeckten Fälle verstrickt.
Drei Angeklagte werden verdächtigt, Hacker zu sein, erklärte die Gendarmerie in einer Pressemitteilung und schätzte die Gesamtzahl der erstellten gefälschten Gesundheitspässe auf über 62.000. Die drei Verdächtigen, die zwischen 22 und 29 Jahre alt sind, sollen die digitale Identität von 35 Ärzten im ganzen Land gestohlen haben, um falsche Impfpässe zu erstellen, die dann direkt an die Empfänger oder an Komplizen, die als Wiederverkäufer fungierten, weiterverkauft wurden, erklärt die Gendarmerie.