À la une · 20.01.2022 09:10
Covid-19: Weiterer Aktionstag der Lehrer
Nach einem ersten Streiktag am 13. Januar sind die Lehrer am Donnerstag erneut zu Demonstrationen aufgerufen, um gegen den Umgang der Regierung mit der Gesundheitskrise zu protestieren. Die Lehrer bereiten sich am Donnerstag, den...
Nach einem ersten Streiktag am 13. Januar sind die Lehrer am Donnerstag erneut zu Demonstrationen aufgerufen, um gegen den Umgang der Regierung mit der Gesundheitskrise zu protestieren.
Die Lehrer bereiten sich am Donnerstag, den 20. Januar, auf einen weiteren Aktionstag vor, um gegen den Umgang mit der Gesundheitskrise im Bildungswesen zu protestieren. Am Nachmittag findet in Paris eine Demonstration statt, die von der Polizeipräfektur "nicht verhindert" werden wird, obwohl die Anmeldung nicht rechtzeitig eingereicht wurde.
Zunächst war die Demonstration in Paris nicht genehmigt worden. Der Polizeipräfekt hatte den Organisatoren, deren Voranmeldung nicht innerhalb der "gesetzlichen Fristen", d. h. mehr als drei Tage vor der demonstration, eingereicht worden war, keine Genehmigung "ausstellen" können.
Am Mittwoch schrieb der Präfekt Didier Lallement in einem Schreiben an die Gewerkschaftsorganisationen, dass er die Durchführung dieser Demonstration aber nicht "verhindern" werde, so Christophe Lalande, Bundessekretär der Gewerkschaft Force Ouvrière pour l'enseignement (FNEC FP-FO).
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Wie bei der letzten Mobilisierung am 13. Januar wird sich der Demonstrationszug um 14 Uhr vom Jardin du Luxembourg aus in Richtung Bildungsministerium bewegen.
Laut Innenministerium waren vergangene Woche in Frankreich fast 78.000 Menschen auf die Straße gegangen, davon 8.200 in Paris. 38,5% der Lehrer streikten laut Bildungsministerium in den Vor- und Grundschulen und 23,7% in den Sekundarschulen und Gymnasien. Die FSU, die größte Gewerkschaft, meldete allerings weitaus höhere Zahlen (75% bzw. 62%).
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Die Gewerkschaften waren nach den Demonstrationen des vergangenen Donnerstags von Premierminister Jean Castex und Bildungsminister Jean-Michel Blanquer empfangen worden, die "fünf Millionen FFP2-Masken" für Lehrer und mehr Vertretungslehrer für abwesende Lehrer versprochen hatten.
Für die Gewerkschaften sind diese Ankündigungen "nicht ausreichend". Sie fordern, "alle notwendigen Stellen zu schaffen, um die Vertretungen zu gewährleisten" und "die Schulen und Einrichtungen mit ausreichend Schutzmaterial auszustatten, das weit über die angekündigten Mengen hinausgeht". Die Gewerkschaften haben bereits auch zu einem Streik am 27. Januar im Rahmen des branchenübergreifenden Mobilisierungstages für Löhne und Beschäftigung aufgerufen.
Diesmal rechnen die Gewerkschaften mit einer geringeren Teilnahme, sowohl was die Zahl der Streikenden als auch der Demonstranten angeht. Sophie Vénétitay, Generalsekretärin der Snes-FSU, der größten Gewerkschaft im Sekundarbereich (Mittelschulen und Gymnasien), sagte, dass sie weitere Aktionen plane, um "die Dynamik aufrechtzuerhalten", darunter Versammlungen, Aktionen vor Schulen oder "Happenings", um "unsere Forderungen in den Vordergrund zu stellen". Und es geht auch um die Kritik rund um den Ibiza-Urlaub des Ministers.
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Bereits am Mittwochabend tanzten etwa zehn Personen, einige in Badekleidung und mit Masken mit dem Konterfei von Jean-Michel Blanquer, vor dem Bildungsministerium, an dessen Wand ein Schild mit der Aufschrift "Réunion protocole sanitaire en cours, ne pas déranger M. le ministre" angebracht war, wie auf Twitter verbreitet wurde. Die Ordnungskräfte vertrieben die Demonstrierenden.
Der neue Mobilisierungstag findet zu einer Zeit statt, in der der Bildungsminister durch heftige Kritik geschwächt ist, nachdem Mediapart am Montag enthüllt hatte, dass er sich im Urlaub auf Ibiza befand, als er das Gesundheitsprotokoll in den Schulen für den Beginn des neuen Schuljahres im Januar ankündigte.