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Cyberangriff erschwert Frankreichs Schulen die Vorbereitung auf das neue Schuljahr

Nach einem IT-Sicherheitsvorfall im französischen Bildungsministerium bleiben in mehreren Akademien dienstliche E-Mail-Postfächer und digitale Arbeitsmittel nur eingeschränkt erreichbar. Zugleich wird geprüft, ob personenbezogene Daten abgeflossen sind.

Paris – 22.08.2026: Ein Cyberangriff auf das französische Bildungsministerium erschwert in mehreren Akademien die Vorbereitung auf das Schuljahr 2026/27. Schulleitungen, Lehrkräfte und Verwaltungsbeschäftigte können teilweise nicht auf ihre dienstlichen E-Mail-Postfächer und digitalen Arbeitsplattformen zugreifen. Besonders hinderlich ist der eingeschränkte Fernzugriff: Viele organisatorische Aufgaben werden in den letzten Augusttagen erledigt, bevor die Kollegien vollständig an die Schulen zurückkehren.

Ausgangspunkt der Störungen ist ein unbefugtes Eindringen in ein Informationssystem des Ministeriums in der Nacht zum 25. Juli. Die Behörde machte den Vorfall am 31. Juli öffentlich und teilte am 18. August mit, dass personenbezogene Daten abgeflossen sein könnten. Sie erstattete Anzeige bei der Pariser Staatsanwaltschaft und schaltete sowohl die nationale Cybersicherheitsbehörde ANSSI als auch die Datenschutzaufsicht CNIL ein.

Die derzeitigen Einschränkungen gehen nach Angaben des Ministeriums auf Schutzmaßnahmen zurück, die nach dem Angriff ergriffen wurden. Zugänge seien vorübergehend gesperrt worden, um Sicherheitslücken zu schließen und weitere unbefugte Zugriffe zu verhindern. Gemeinsam mit der ANSSI arbeite die Behörde daran, ihre Informationssysteme besser abzusichern. Wann sämtliche Anwendungen wieder uneingeschränkt verfügbar sein werden, ist bislang offen.

Besonders aus der Akademie Bordeaux wurden Schwierigkeiten beim Zugriff auf beruflich benötigte Programme gemeldet. Beschäftigte konnten nach vorübergehenden Einschränkungen teilweise wieder von ihren Dienststellen aus arbeiten, während der Zugang von zu Hause weiterhin beeinträchtigt blieb. Auch in der Akademie Nantes fielen digitale Dienste aus. Damit stocken Abläufe, die vor Unterrichtsbeginn koordiniert werden müssen.

Für Schulleitungen können die Ausfälle die Personalplanung, Absprachen mit Lehrkräften und den Zugriff auf zentrale Fachanwendungen verzögern. Gewerkschaftsvertreter berichteten von Problemen mit einzelnen Verwaltungsprogrammen. Hinweise auf eine Verschiebung des Schuljahresbeginns oder auf flächendeckende Unterrichtsausfälle gibt es bislang jedoch nicht.

Parallel untersucht das Ministerium, welche Daten tatsächlich entwendet wurden. Im Internet wurde behauptet, der Angreifer verfüge auch über Angaben zu Schülerinnen und Schülern. Technische Analysen sollen nun Art und Umfang eines möglichen Abflusses klären. Sollten weitere Betroffene festgestellt werden, will das Ministerium sie einzeln benachrichtigen; bei Minderjährigen sollen die Erziehungsberechtigten informiert werden.

Die Behörde warnt Beschäftigte und Familien vor betrügerischen Nachrichten und möglichem Identitätsmissbrauch. Sie frage weder per E-Mail noch telefonisch oder über Kurznachrichten nach Passwörtern, Zugangsdaten oder Bankverbindungen. Verdächtige Kontaktversuche sollen ohne Öffnen enthaltener Links den zuständigen Stellen der jeweiligen Akademie gemeldet werden.

Quellen

  • Franceinfo
  • Französisches Ministerium für nationale Bildung
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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