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Der Krieg um die Seewege weitet sich aus

Die Auseinandersetzung zwischen den USA und Iran erreicht mit Angriffen im Golf und im Roten Meer eine neue strategische Stufe. Gefährdet sind nun zugleich zwei Schlüsselrouten des Welthandels.

Dubai – 25.07.2026: Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Iran hat in der Nacht eine neue, besonders folgenreiche Dimension erhalten: Nicht nur die Straße von Hormus, sondern auch der Zugang zum Roten Meer wird zum Schauplatz einer eskalierenden Machtprobe. Damit geraten zwei der wichtigsten maritimen Engpässe für Energie und Welthandel gleichzeitig unter Druck. Die Folgen reichen weit über den Nahen Osten hinaus.

Nach Angaben des US-Militärs wurde der Tanker M/T Lavine im Golf von Oman manoevrierunfähig geschossen, nachdem das Schiff wiederholt versucht haben soll, die amerikanische Blockade iranischer Häfen zu durchbrechen. Die Besatzung sei zuvor gewarnt worden. Parallel setzte das US-Militär seine Luftangriffe auf iranische Ziele fort. Es war die 13. Angriffsnacht in Folge. Iran wiederum meldete Angriffe auf US-Stellungen in Kuwait und Bahrain; in Irbil im Nordirak wurden mehrere mit Sprengstoff beladene Drohnen abgefangen.

Entscheidend ist jedoch die Ausweitung zur See. Die Huthi-Miliz im Jemen, die mit Teheran verbündet ist, reklamierte Angriffe auf zwei saudische Öltanker im Roten Meer. Ein weiteres saudisches Schiff erlitt nach staatlichen Angaben leichte Schäden am Rumpf. Riad reagierte mit Angriffen auf Huthi-Stellungen in der Hafenstadt Hodeida. Washington droht Teheran und den Huthi nun mit einer erheblichen militärischen Antwort.

Die Straße von Hormus war vor dem Krieg Transitweg für rund ein Fünftel des weltweit auf dem Seeweg gehandelten Öls und Gases. Bab al-Mandab, die Meerenge zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden, ist nicht minder sensibel: Dort passieren etwa 12 Prozent des Welthandels und ein Viertel des globalen Containerverkehrs. Saudi-Arabien hatte bereits Millionen Barrel Öl pro Tag per Pipeline an das Rote Meer umgeleitet, um Hormus zu umgehen. Wenn auch diese Ausweichroute unsicher wird, fehlt dem Markt ein wesentlicher Sicherheitsmechanismus.

Brent-Öl war am Donnerstag erstmals seit Mai über 100 Dollar je Barrel gestiegen und lag am Freitag wieder bei etwa 96 Dollar. Das ist noch immer deutlich mehr als die rund 72 Dollar vor Kriegsbeginn. Nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation sitzen mindestens 6.000 Seeleute auf etwa 400 Schiffen im Umfeld der Straße von Hormus fest.

Diplomatie bleibt sichtbar, aber ohne erkennbaren Durchbruch. Oman und Pakistan sondieren Kontakte, auch China dringt auf Gespräche. US-Präsident Donald Trump hält sich die Wahl zwischen einer Ausweitung der Angriffe und einem Abkommen offen. Gerade diese Unentschiedenheit macht die Lage für Handel, Versicherer und Regierungen so gefährlich: Die militärische Eskalation wird inzwischen von einer Krise der globalen Transportwege begleitet.

Quellen

  • Associated Press
  • Reuters
  • International Maritime Organization

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Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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