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Der Krieg um die Straße von Hormus tritt in eine neue, gefährliche Phase

Nach der elften Nacht amerikanischer Angriffe und iranischen Gegenschlägen wird aus dem Streit um eine Wasserstraße ein Test für die regionale Ordnung und den Welthandel.

Teheran – 22.07.2026: Die militärische Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten und Iran hat in der Nacht zum Mittwoch eine neue Stufe der Dauer erreicht. Nach Angaben des US-Militärs endete die elfte aufeinanderfolgende Nacht mit Angriffen auf iranische Ziele. Washington begründet die Operationen mit dem Ziel, Irans militärische Fähigkeiten zu schwächen und den Verkehr durch die Straße von Hormus wieder abzusichern. Teheran antwortet weiterhin mit Angriffen auf amerikanische Stützpunkte und Ziele von US-Verbündeten in der Region. Damit ist aus einer Krise, die zunächst als Auseinandersetzung um Abschreckung und Seewege beschrieben wurde, ein offener Abnutzungskonflikt geworden. Im Zentrum steht die schmale Meerenge zwischen Iran und Oman, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels geführt wird. Die amerikanische Seite versucht nach eigenen Angaben, die von Iran errichtete Blockade durchzusetzen und zugleich zu begrenzen. Das US-Zentralkommando erklärte am Dienstag, acht Handelsschiffe umgeleitet und ein weiteres manövrierunfähig gemacht zu haben. Die Revolutionsgarden übernahmen ihrerseits die Verantwortung für Angriffe auf Schiffe in der Wasserstraße. Jeder einzelne Zwischenfall erhöht dabei das Risiko, dass wirtschaftliche Schifffahrt, militärische Abschreckung und regionale Bündnispolitik nicht länger voneinander zu trennen sind. Der politische Preis ist bereits sichtbar. Verteidigungsminister Pete Hegseth bezifferte die bisherigen amerikanischen Kriegskosten auf 37,5 Milliarden Dollar. Das US-Militär meldete inzwischen drei getötete Soldaten; am 6. Juli waren bereits 413 Verwundete registriert worden. Solche Zahlen verändern die innenpolitische Lage in Washington, weil sie die Frage aufwerfen, ob die Regierung noch eine begrenzte Operation führt oder bereits in einen Krieg ohne klaren Endpunkt geraten ist. Für Teheran liegt der Nutzen der gegenwärtigen Strategie offenbar nicht im raschen militärischen Durchbruch. Iran kann mit vergleichsweise begrenzten Mitteln die Kosten des Gegners erhöhen, die Golfstaaten unter Druck setzen und die Unsicherheit auf den Energiemärkten verstetigen. Die Führung setzt damit auf Zeit und auf die politische Ermüdung ihrer Gegner. Die diplomatischen Kanäle sind nicht geschlossen, aber sie werden von den Angriffen überlagert. Das im Juni unter Vermittlung Katars und Pakistans vereinbarte Rahmenwerk ist faktisch entwertet. Eine tragfähige Formel für die freie Passage, die keine Seite als öffentliche Kapitulation erscheinen lässt, war am Mittwoch nicht erkennbar. Andernfalls droht der Straße von Hormus eine Rolle, die weit über den Persischen Golf hinausreicht: als dauerhafter Hebel gegen die Stabilität der Weltwirtschaft.

Quellen

  • Associated Press
  • Le Monde

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Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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