Morbihan – 17.09.2026: Wiederholte Dieseldiebstähle belasten Bau- und Transportunternehmen im bretonischen Département Morbihan. Besonders betroffen ist das Tiefbauunternehmen Calou TP: Nach Angaben seines Geschäftsführers Pascal Lajaunias verschwanden seit Jahresbeginn mehr als 10.000 Liter Kraftstoff aus Baumaschinen. Den unmittelbaren Warenverlust bezifferte TF1 Info auf rund 15.000 Euro.
Der jüngste bekannte Vorfall ereignete sich in der Nacht zum 12. September auf einem Betriebsgelände. Auf den Bildern einer Überwachungskamera sind dem Bericht zufolge zwei Männer zu sehen, die Diesel aus den Tanks von Baumaschinen absaugen. Dafür benötigten sie nur wenige Minuten. Hinweise auf die Identität der Täter oder mögliche Festnahmen enthalten die vorliegenden Berichte nicht.
Für Unternehmen mit Baggern, Lastwagen und anderen dieselbetriebenen Fahrzeugen geht der Schaden über den Wert des gestohlenen Kraftstoffs hinaus. Leere Tanks müssen aufgefüllt, Maschinen überprüft und Arbeitsabläufe mitunter kurzfristig geändert werden. Kann ein Baugerät nicht wie vorgesehen eingesetzt werden, drohen Verzögerungen auf der Baustelle. Wiederkehrende Diebstähle erhöhen somit die Kosten einzelner Aufträge und binden Beschäftigte, die eigentlich für den laufenden Betrieb eingeplant sind.
Calou TP hat seine Schutzvorkehrungen nach den Vorfällen verstärkt. Auch andere Unternehmen aus dem Bau- und Transportgewerbe setzen den Berichten zufolge vermehrt auf technische Sicherungen. Überwachungskameras sollen verdächtige Bewegungen dokumentieren; zusätzliche Vorrichtungen an Fahrzeugen und Tanks sollen den Zugriff erschweren oder einen Diebstahl schneller erkennbar machen. Für die Betriebe bedeuten solche Investitionen weitere Ausgaben, obwohl sie lediglich vorhandenes Eigentum schützen sollen.
Das Risiko ist bei Fahrzeugen und Geräten besonders hoch, die über Nacht auf Baustellen, Betriebshöfen oder anderen schwer zu kontrollierenden Flächen stehen. Dort können Täter Kraftstoff mit vergleichsweise einfachen Hilfsmitteln abpumpen und in mitgebrachte Behälter umfüllen. Anders als bei einem Einbruch in ein Gebäude müssen sie dafür nicht zwingend Türen oder Fenster überwinden. Schon ein kurzer unbeobachteter Zugang kann ausreichen.
Neben dem materiellen Verlust wächst deshalb der organisatorische Aufwand. Standorte müssen kontrolliert, Aufzeichnungen ausgewertet und Sicherungssysteme gewartet werden. Pascal Lajaunias schilderte gegenüber TF1 Info, wie sehr die Serie sein Unternehmen seit Beginn des Jahres trifft. Die veröffentlichten Aufnahmen vom jüngsten Vorfall belegen die schnelle Vorgehensweise der Täter.
Franceinfo griff den Fall am 16. September auf. Belegt sind damit Verluste von mehr als 10.000 Litern Diesel bei Calou TP seit Jahresbeginn. Zum Stand möglicher Ermittlungen sowie zu Tatverdächtigen machten die ausgewerteten Berichte keine Angaben.
Quellen
- Franceinfo, Meldung vom 16. September 2026
- TF1 Info, Bericht zum Fall Calou TP
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).