Die russische Hauptstadt wurde von einer „massiven“ Drohnenoffensive erschüttert. Laut Moskauer Behörden sollen 91 Drohnen in der Region abgefangen worden sein. Der Angriff kommt zu einem heiklen Zeitpunkt – kurz vor einem Treffen zwischen Vertretern der Ukraine und der USA in Saudi-Arabien.
Heftige Angriffe auf Moskau und Grenzregionen
Moskau erwachte am Dienstag mit einer außergewöhnlichen Sicherheitslage: Eine Welle von Drohnenangriffen wurde über der Hauptstadt und ihrer Umgebung abgewehrt. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden insgesamt 337 Drohnen über russischem Territorium abgefangen – allein 91 davon im Gebiet Moskau.
Die Attacke forderte mindestens einen Toten und drei Verletzte in den Ortsteilen Leninski und Domodedowo. Während der Kreml die Ukraine für den Angriff verantwortlich macht, gab es bislang keine offizielle Bestätigung aus Kiew.
Nicht nur Moskau war betroffen. Besonders in den grenznahen Regionen zur Ukraine gab es massive Zwischenfälle:
- Kursk: 126 Drohnen wurden abgeschossen – eine Region, in der die ukrainische Armee derzeit aktiv ist.
- Brjansk: 38 Drohnen wurden abgefangen.
- Belgorod: 25 weitere Drohnenangriffe wurden dort gemeldet.
Politische Gespräche über Unterstützung für die Ukraine
Parallel zu den militärischen Ereignissen laufen politische Gespräche auf Hochtouren. In Saudi-Arabien treffen sich hochrangige Vertreter der USA und der Ukraine, um die Situation zu erörtern.
Besonders brisant: Die USA haben zuletzt ihre militärische Unterstützung für Kiew auf Eis gelegt. Doch US-Aussenminister Marco Rubio äußerte sich zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden wird. Eine vorgeschlagene Teil-Waffenruhe in der Ukraine könnte Bewegung in die Verhandlungen bringen.
Frankreich plant für die Zeit nach dem Krieg
Währenddessen richtet Paris den Blick auf die Zukunft. Frankreich organisiert diese Woche mehrere Treffen mit europäischen Partnern, um über Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach einem möglichen Waffenstillstand zu sprechen.
Am Dienstag wird Emmanuel Macron hochrangige Militärvertreter in Paris empfangen, um Strategien zu diskutieren. Am Mittwoch folgt ein Treffen der E5-Gruppe – bestehend aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien und Polen – zusammen mit Vertretern der EU, der NATO und der Ukraine.
Wie sich die Lage entwickelt, bleibt abzuwarten. Wird es nach den intensiven Kämpfen bald eine diplomatische Lösung geben – oder steht die nächste Eskalation bevor?
Von C. Hatty