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Aktuell · 30.06.2026 17:47

Drôme: Präfektin meldet 67 Festnahmen im Umfeld des Drogenhandels – zehn mutmaßliche Auftragskiller gestoppt

In der Drôme sind binnen weniger Wochen 67 Personen im Umfeld des Drogenhandels festgenommen worden. Laut Präfektur wurden dabei drei schwer bewaffnete Zellen zerschlagen; unter den Festgenommenen sind zehn mutmaßliche Auftragskiller.

Valence – 30.06.2026: Die Präfektin der Drôme, Marie-Aimée Gaspari, hat am Montag eine Serie von Festnahmen im Umfeld des Drogenhandels bekanntgegeben. In den vergangenen Wochen seien insgesamt 67 Personen festgenommen worden, darunter nach Polizeiangaben zehn Verdächtige, die als Auftragskiller eingestuft werden und vor mutmaßlich geplanten Taten gestoppt wurden. Die Eingriffe erfolgten im Rahmen mehrerer koordinierten Maßnahmen von Polizei und Gendarmerie im Département.

Nach Angaben der Präfektur wurden Verbindungen der Festgenommenen zu drei bewaffneten Zellen festgestellt. Diese Gruppen sollen mit automatischen Waffen und Schrotflinten ausgerüstet gewesen sein. Ermittler berichten seit Monaten von einer Zunahme schwerer Bewaffnung im Milieu des Drogenschmuggels; die Behörden verweisen auf das Risiko gezielter Vergeltungsakte zwischen rivalisierenden Netzwerken. Konkrete Angaben zu sichergestellten Waffen, Mengen oder Geldsummen machten die Stellen am Montag zunächst nicht.

Die Maßnahmen gehen den Angaben zufolge auf monatelange Ermittlungen zurück, an denen Einheiten der Police nationale und der Gendarmerie beteiligt waren. Staatsanwaltschaften im Südosten Frankreichs begleiten die Verfahren. In vergleichbaren Dossiers in der Region führten spezialisierte Ermittlungsgruppen der Gendarmerie in der Vergangenheit bereits zu umfangreichen Beschlagnahmen und richterlichen Anordnungen. Die Präfektur wertet die jüngsten Einsätze als Beleg für eine engere Verzahnung von Aufklärung, Zugriff und justizieller Folgearbeit.

Als kurzfristige Konsequenz kündigte Gaspari eine verstärkte sichtbare Präsenz der Sicherheitskräfte in besonders belasteten Quartieren an. Zudem sollen Lagebesprechungen mit der Staatsanwaltschaft und Kommunalverwaltungen folgen, um Anwohner zu schützen und mögliche Vergeltungstaten zu verhindern. Die Maßnahmen stehen vor dem Hintergrund wiederholter Vorfälle im Südosten, die die landesweite Debatte über Strategien gegen den Drogenhandel neu befeuert haben – von Prävention und kommunaler Arbeit bis hin zu repressiven Mitteln gegen bewaffnete Banden.

Gegen mehrere Festgenommene laufen Ermittlungen wegen bandenmäßigen Drogenhandels, illegalen Waffenbesitzes und versuchter Tötungsdelikte. Ob und in welchem Umfang Untersuchungshaft angeordnet wird, ist Gegenstand laufender Prüfungen. Wie in Frankreich üblich gilt für alle Beschuldigten die Unschuldsvermutung bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung. Die Behörden betonen, dass weitere Einsätze möglich seien, um Lieferketten zu stören und Rekrutierungen in lokalen Strukturen einzudämmen.

Die Drôme ist seit Längerem ein Knotenpunkt zwischen Nord-Süd- und Ost-West-Verkehren. Sicherheitskreise sehen darin einen Grund, warum dortige Netzwerke regelmäßig in überregionale Ermittlungen eingebunden sind. Die Präfektur stellt die jüngste Serie von Zugriffen in diesen größeren Kontext – mit dem Ziel, lokale Brennpunkte zu entlasten und zugleich Bezüge zu nationalen Strukturen offenzulegen.

Quellen

  • franceinfo (RSS)
  • Préfecture de la Drôme
  • Gendarmerie nationale
  • Le Dauphiné Libéré
  • TF1 Info

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