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Duerre setzt Viehhalter unter Druck: Futterknappheit verschärft sich

Die anhaltende Hitze und extrem trockene Böden bremsen das Graswachstum in Frankreich. Viehhalter müssen ihre Futtervorräte früher einsetzen, während das Landwirtschaftsministerium Hilfen und einen möglichen Futtertransport vorbereitet.

Paris – 14.07.2026: Die außergewöhnliche Trockenheit in Frankreich erhöht den Druck auf Viehhalter, weil Weiden deutlich weniger Gras liefern als zu dieser Jahreszeit üblich. Nach Angaben von Météo-France hat sich die Bodenfeuchte seit Ende Mai durch fehlende nennenswerte Niederschläge und sehr hohe Temperaturen täglich verschlechtert. Am 9. Juli erreichte der landesweite Wert einen für Anfang Juli bislang nicht gemessenen Tiefstand.

Für Betriebe mit Rindern, Schafen oder Ziegen wird damit vor allem die Versorgung der Tiere zum Problem. Gras von Weiden und Wiesen ist ein zentraler Bestandteil der Futtergrundlage. Bleibt der Aufwuchs aus, müssen Landwirte Heu, Silage oder andere Vorräte früher als geplant einsetzen. Das kann die Bestände für den weiteren Sommer und für den kommenden Winter schmälern.

Die amtliche Agrarstatistik Agreste hatte bereits zum Stichtag 30. Juni eine deutliche Verschlechterung beim Graswachstum im gesamten Land festgestellt. Als Ursache nannte sie insbesondere den zweiten Hitzeabschnitt des Jahres, der ab dem 20. Juni eingesetzt hatte. Die Lage betrifft damit nicht nur einzelne besonders trockene Regionen, sondern weite Teile des französischen Staatsgebiets.

Die Hitzebelastung wirkt sich zugleich unmittelbar auf die Tiere aus. Das Landwirtschaftsministerium verweist darauf, dass Halter auch bei hohen Temperaturen ausreichendes Wasser, Schatten oder geeignete Unterbringung sicherstellen müssen. Bei Milchkühen können Hitze und Wassermangel zudem die Leistung beeinträchtigen. Zusätzliche Futterkäufe und Maßnahmen zum Schutz der Tiere erhöhen die Kosten der Betriebe.

Landwirtschaftsministerin Annie Genevard hatte Anfang Juli ein Paket aus Sofortmaßnahmen und Vorsorge angekündigt. Das Ministerium beobachtet die Folgen der Hitze für die landwirtschaftliche Produktion und die Tierhaltung. Geprüft wird auch eine Unterstützung für den Transport von Raufutter, falls regionale Bestände für die Versorgung von Nutztieren nicht mehr ausreichen. Damit sollen Lieferungen aus weniger betroffenen Gebieten erleichtert werden.

Météo-France rechnet am 14. Juli weiterhin mit sehr hoher Wärme und einem zunehmenden Gewitterrisiko. Einzelne Niederschläge können lokal Entlastung bringen, lösen aber nicht automatisch das Problem ausgetrockneter Böden. Für die Weidewirtschaft ist entscheidend, ob über längere Zeit ergiebiger Regen fällt und die Vegetation wieder ausreichend Wasser aufnehmen kann.

Die aktuelle Lage zeigt, wie früh im Jahr extreme Trockenheit die Futterplanung verändern kann. Betriebe müssen ihren Bedarf laufend neu berechnen, vorhandene Vorräte absichern und gegebenenfalls Futter zukaufen. Die Behörden setzen auf Beobachtung, Beratung und logistische Unterstützung. Ob dies ausreicht, hängt wesentlich von der weiteren Wetterentwicklung und von der Dauer der Niederschlagsarmut ab.

Quellen

  • Météo-France: Hitze, Gewitterrisiko und Rekordtrockenheit der Böden am 14. Juli 2026
  • Agreste: Deutliche Verschlechterung des Graswachstums zum 30. Juni 2026
  • Französisches Landwirtschaftsministerium: Sofortmaßnahmen für Landwirtschaft und Tierhaltung

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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