Kultur

Dune, Phantom, Rocky: Drei große Kinorückkehrer im Winter 2026

Denis Villeneuve führt seine Dune-Adaption fort, die Opéra Garnier wird erneut zum Schauplatz eines düsteren Mythos, und ein Biopic erzählt von Sylvester Stallones Kampf um Rocky. Drei Kinostarts zeigen, wie Hollywood und Frankreich vertraute…

Paris – 10.08.2026: Der Kinowinter 2026 steht im Zeichen großer Namen und vertrauter Stoffe. Fortsetzungen, Neuverfilmungen und Filmbiografien sollen das Publikum in die Säle ziehen. Drei angekündigte Produktionen zeigen besonders deutlich, wie unterschiedlich solche Rückkehrbewegungen ausfallen können: Denis Villeneuves dritter Dune-Film, Alexandre Castagnettis Le Fantôme de l'Opéra und Peter Farrellys I Play Rocky.

Dune: Dritter Teil soll am 16. Dezember 2026 in Frankreich starten. Villeneuve setzt damit seine Adaption von Frank Herberts Romanwelt fort. Als Grundlage dient Der Herr des Wüstenplaneten, im Original Dune Messiah. Timothée Chalamet, Zendaya und Jason Momoa gehören erneut zur Besetzung. Die Handlung folgt Paul Atreides nach seinem Aufstieg zum Herrscher und führt damit in jenen Teil der Geschichte, in dem sich religiöse Verehrung und politische Macht zunehmend gegen ihren vermeintlichen Erlöser wenden.

Bereits am 28. Oktober 2026 soll Le Fantôme de l'Opéra in die französischen Kinos kommen. Castagnetti greift Gaston Leroux' 1910 veröffentlichten Roman auf und kehrt an dessen berühmtesten Schauplatz zurück: die Pariser Opéra Garnier. Deva Cassel spielt die junge Balletttänzerin Anastasia, Romain Duris den entstellten Mann, der in den unterirdischen Gängen des Opernhauses lebt und von ihr besessen ist.

Die Neuverfilmung ist als romantisches Drama angelegt und dürfte sich damit von der weithin bekannten Musical-Fassung Andrew Lloyd Webbers absetzen. Die Opéra Garnier liefert mehr als eine prachtvolle Kulisse. Ihre verschachtelte Architektur, die verborgenen Räume und die Legenden um einen unterirdischen See haben den Mythos des Phantoms von Anfang an geprägt. Leroux verband diesen Ort mit Motiven des Kunstbetriebs, der sozialen Ausgrenzung und eines zerstörerischen Begehrens.

I Play Rocky erzählt dagegen von der Entstehung eines modernen Kinomythos. Anthony Ippolito verkörpert den jungen Sylvester Stallone, der darauf bestand, die Hauptrolle in seinem selbst verfassten Drehbuch zu übernehmen. Peter Farrelly inszenierte das Biopic. Amazon MGM Studios plant zunächst eine begrenzte US-Kinoauswertung ab dem 6. November 2026; später im selben Monat soll der Film breiter starten.

Zuvor ist die Weltpremiere beim Toronto International Film Festival vorgesehen, das vom 10. bis 20. September 2026 stattfindet. Der Termin fällt in das Jahr des 50. Jubiläums von Rocky. Der 1976 veröffentlichte Film machte Stallone zum Star und den erfolglosen Boxer aus Philadelphia zu einer der bekanntesten Außenseiterfiguren der Filmgeschichte.

Die drei Produktionen folgen demselben ökonomischen Grundgedanken: Bekannte Titel erleichtern den Zugang zum Publikum. Künstlerisch aber trennen sie Welten. Villeneuve erzählt von Macht und Erlösungswahn, Castagnetti von Begehren und Ausgrenzung, Farrelly von einem Autor und Schauspieler, der seine erfundene Außenseitergeschichte zunächst selbst durchsetzen musste.

Quellen

  • Franceinfo
  • Le Grand Rex
  • Pathé Films
  • Amazon MGM Studios
  • Associated Press

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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