Politik & Gesellschaft

Édouard Philippe legt Plan für Klimasicherheit vor

Der Präsidentschaftskandidat der Partei Horizons will die Klimaanpassung als Sicherheitsaufgabe des Staates organisieren. Geplant ist ein Fonds mit jährlich zwei Milliarden Euro.

Les Ponts-de-Cé – 17.09.2026: Édouard Philippe hat für den Fall seiner Wahl zum französischen Präsidenten eine umfassende Politik zur Anpassung an den Klimawandel angekündigt. Der Vorsitzende der Partei Horizons stellte sein Konzept im westfranzösischen Les Ponts-de-Cé bei Angers vor. Nach den Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen und Großbränden des Sommers 2026 solle Frankreich systematischer auf wiederkehrende Extremereignisse vorbereitet werden.

Kern des Plans ist ein einheitlicher Anpassungsfonds. Darin sollen der bisherige Fonds zur Prävention großer Naturgefahren, der sogenannte Barnier-Fonds, und der Grüne Fonds für Kommunen zusammengeführt werden. Philippe bezifferte die jährliche Ausstattung auf zwei Milliarden Euro. Er stellte diese Summe den von ihm genannten durchschnittlichen Schäden von fünf Milliarden Euro gegenüber, die Naturkatastrophen in Frankreich jedes Jahr verursachten. Auch das Versicherungssystem soll überprüft werden.

Das Programm verbindet Katastrophenschutz, kommunale Infrastruktur und Industriepolitik. Philippe will die Finanzierung der Feuerwehr- und Rettungsdienste neu ordnen, deren Ausrüstung verbessern und autonome Drohnensysteme stärker nutzen. Während einer fünfjährigen Amtszeit soll zudem ein in Frankreich produziertes Löschflugzeug nach dem Vorbild der Canadair-Maschinen verfügbar werden. Dadurch will der Kandidat die Abhängigkeit von ausländischen Herstellern verringern.

Für den Schutz vor extremer Hitze sieht das Konzept mehr klimatisierte Räume für besonders gefährdete Menschen und den Ausbau kommunaler Kältenetze vor. Gemeinden sollen Unterstützung erhalten, um öffentliche Plätze durch zusätzliche Bäume und Schattenflächen anzupassen. Philippe schlug ferner vor, Schul-, Arbeits- und Öffnungszeiten während ausgeprägter Hitzeperioden dezentral zu überprüfen. Die Umsetzung beträfe Gemeinden, Arbeitgeber und staatliche Dienste.

In der Wasserpolitik setzt der frühere Premierminister auf geringeren Verbrauch, größere Speicherkapazitäten und die stärkere Wiederverwendung gereinigten Abwassers. Dessen Anteil soll nach seinen Vorstellungen auf zehn Prozent steigen. Für die Landwirtschaft fordert er eine bessere Anpassung an veränderte klimatische Bedingungen. Hinzu kommen ein nationaler Plan für sichere Badegewässer, ein Programm für widerstandsfähige Infrastruktur und neue touristische Modelle für Bergregionen, die von sinkender Schneesicherheit betroffen sind.

Philippe grenzt seinen Ansatz vom Rassemblement National und von La France insoumise ab. Er wirbt für eine Anpassungspolitik, die staatliche Vorsorge mit Marktinstrumenten und privaten Investitionen verbindet. Der Vorschlag fügt sich in seine Präsidentschaftskampagne ein: Klimapolitik behandelt er darin als Aufgabe der öffentlichen Sicherheit, der wirtschaftlichen Stabilität und der kommunalen Handlungsfähigkeit. Zugleich arbeitet die französische Regierung an eigenen Vorhaben, um die nationale Klimaanpassung zu beschleunigen.

Quellen

  • Franceinfo
  • AFP via Boursorama
  • Le Monde
  • Ministerium für ökologischen Wandel
  • Kampagne Édouard Philippe 2027

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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