Politik & Gesellschaft

Ein Toter und vier Schwerverletzte nach Schüssen bei Paris

Ein Mann soll in Trappes und La Verrière aus einem Fahrzeug und zu Fuß auf Menschen geschossen haben. Ein Mensch starb, mindestens vier wurden schwer verletzt. Die Antiterrorismusstaatsanwaltschaft ermittelt wegen eines möglichen rassistischen Tatmotivs.

Trappes – 23.10.2026: Bei Schüssen in Trappes und der Nachbarstadt La Verrière westlich von Paris ist am Freitag ein Mensch getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen wurden schwer verletzt, darunter ein zwölfjähriges Mädchen. Polizisten nahmen den mutmaßlichen Täter nach der Tat fest. Er befindet sich in Gewahrsam.

Die Schüsse fielen am Vormittag an drei Orten in den beiden Städten des Départements Yvelines. Nach den bisher veröffentlichten Angaben feuerte der Mann zunächst aus einem Fahrzeug und später zu Fuß. Innenminister Laurent Nuñez sagte bei einem Besuch in Trappes, der Angreifer habe offenbar eine automatische oder militärähnliche Waffe benutzt. Die genaue Abfolge und die Zahl der abgegebenen Schüsse sind Gegenstand der Ermittlungen.

Der Nationale Antiterrorismusstaatsanwalt übernahm das Verfahren. Ermittelt wird unter anderem wegen Mordes und versuchten Mordes im Zusammenhang mit einem terroristischen Vorhaben. Die Justiz prüft zudem, ob die Opfer wegen ihrer tatsächlichen oder zugeschriebenen Herkunft, Nationalität, ethnischen Zugehörigkeit oder Religion ausgewählt wurden. Eine abschließende juristische Bewertung des Motivs liegt noch nicht vor.

Nuñez bezeichnete die Tat unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft als Terrorverbrechen. Der Bürgermeister von Trappes, Ali Rabeh, erklärte, der Schütze habe an mehreren Stellen auf Passanten gezielt. Nach seiner Darstellung deuten die bisherigen Erkenntnisse auf ein rassistisches und möglicherweise islamfeindliches Motiv hin. Zu möglichen politischen, ideologischen oder persönlichen Beweggründen äußerten sich die Ermittlungsbehörden zunächst nicht näher.

Am Freitagnachmittag gab es unterschiedliche Angaben zur Zahl der Verletzten. Nuñez sprach von vier Schwerverletzten; andere Berichte nannten insgesamt fünf Verletzte. Gesichert war, dass sich unter den Opfern ein zwölfjähriges Mädchen befand. Mehrere Verletzte schwebten den vorliegenden Angaben zufolge in Lebensgefahr. Sie wurden in Krankenhäusern medizinisch versorgt.

Die beiden Tatorte liegen in der dicht besiedelten Region Île-de-France. Trappes und La Verrière gehören zum westlichen Umland der Hauptstadt und sind nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Die Tat erstreckte sich damit über mehrere Schauplätze, die von der Polizei gesichert und getrennt untersucht werden müssen.

Die Ermittler werten Zeugenaussagen und mögliche Aufnahmen aus Überwachungskameras aus. Hinzu kommen ballistische Untersuchungen sowie die Auswertung des Fahrzeugs des Verdächtigen. Geklärt werden soll, welche Waffe verwendet wurde, wie der Mann an sie gelangte und ob er die Angriffe vorbereitet hatte. Auch die Auswahl der Tatorte und der Opfer gehört zu den zentralen Fragen des Verfahrens.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • AFP Video über Boursorama
  • Nationaler Antiterrorismusstaatsanwalt

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).