Politik & Gesellschaft

Einbrecher erbeuten Schmuckattrappen aus Lyoner Juweliergeschäft

Mehrere Täter haben in Lyon die Scheibe eines Juweliergeschäfts eingeschlagen und die Auslagen geplündert. Laut TF1 bestand ihre Beute jedoch aus Attrappen. Die Polizei fahndet nach den Beteiligten.

Lyon – 23.09.2026: In der Nacht zum Mittwoch ist ein Juweliergeschäft in der Rue des Archers auf der Lyoner Halbinsel aufgebrochen worden. Mehrere dunkel gekleidete Täter schlugen kurz vor 4 Uhr mit Hämmern auf die Schaufensterscheibe ein. Obwohl die Alarmanlage auslöste, griff die Gruppe binnen weniger Sekunden nach den Auslagen und floh.

Betroffen war das Geschäft Edenly nahe der Place des Célestins im Einkaufsviertel Carré d'Or. Auf Aufnahmen, die nach der Tat veröffentlicht wurden, sind drei Personen vor dem Laden zu erkennen. Nach übereinstimmenden Medienberichten wartete ein weiterer Beteiligter in einem weißen Firmenfahrzeug. Die Ermittler prüfen, ob der Wagen zuvor gestohlen worden war.

Im Geschäft zertrümmerten die Eindringlinge mehrere Präsentationsvitrinen und füllten einen Beutel. Der rasche Zugriff brachte ihnen jedoch offenbar nicht die erhoffte Beute: Bei dem mitgenommenen Schmuck handelte es sich nach einem Bericht des Fernsehsenders TF1 um Attrappen. Wie viele Stücke fehlen und wie hoch der Schaden an Scheiben, Vitrinen und Geschäftsräumen ist, war am Mittwochabend noch nicht bekannt.

Die Staatsanwaltschaft Lyon bestätigte die Aufnahme von Ermittlungen. Mit dem Verfahren wurde die für das Département Rhône zuständige interdepartementale Direktion der französischen Nationalpolizei betraut. Festnahmen gab es zunächst nicht. Die Beamten werten Videoaufnahmen aus und versuchen, die Täter sowie den Fahrer des Fluchtfahrzeugs zu identifizieren. Auch eine mögliche Beteiligung weiterer Personen wird untersucht.

Ein Ehepaar, das in einem nahe gelegenen Hotel übernachtete, berichtete franceinfo von heftigem Lärm, auf den der Alarm gefolgt sei. Der Einbruch dauerte demnach nur kurze Zeit, war in den umliegenden Straßen aber deutlich zu hören. Verletzt wurde nach den bisher veröffentlichten Angaben niemand.

Erst am 15. September war eine andere Schmuckhandlung in Vieux-Lyon überfallen worden. Dort fand die Polizei zwei Beschäftigte gefesselt in einem Raum. Eine Person wurde unter Schock in ein Krankenhaus gebracht. Der materielle Schaden jenes Überfalls wurde zunächst auf rund 100.000 Euro geschätzt.

Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen den beiden Taten liegen bislang nicht vor. Auch die Vorgehensweisen unterscheiden sich: Beim jüngsten Einbruch war das Geschäft geschlossen, die Täter verschafften sich gewaltsam Zugang durch die Schaufensterfront und hielten sich nur kurz am Tatort auf. Die Fahndung nach den Beteiligten dauerte am Mittwochabend an.

Quellen

  • franceinfo
  • Le Progrès
  • TF1
  • Le Parisien

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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