Politik & Gesellschaft

Einbruchserie trifft fünf Feuerwehrwachen in Rhône und Isère

Aus fünf Feuerwehrwachen im Großraum Lyon und in Bourgoin-Jallieu sind hydraulische Rettungsgeräte gestohlen worden. Die Werkzeuge werden bei schweren Verkehrsunfällen benötigt; Polizei und Gendarmerie ermitteln.

Bourgoin-Jallieu – 26.08.2026: Bei der Kontrolle ihrer Fahrzeuge bemerkten Feuerwehrleute am Sonntagmorgen, dass aus einem Einsatzwagen in Bourgoin-Jallieu wichtige Rettungsgeräte fehlten. Unbekannte waren in der Nacht vom 22. auf den 23. August in die Wache eingedrungen und hatten hydraulische Werkzeuge gestohlen, mit denen eingeklemmte Unfallopfer aus Fahrzeugen befreit werden. Die Polizei von Bourgoin-Jallieu nahm Ermittlungen auf.

Der Einbruch in der nordisérischen Stadt ist nach bisherigen Erkenntnissen der fünfte Angriff auf eine Feuerwehrwache binnen weniger als drei Wochen. Zuvor waren Standorte in Pusignan, Saint-Bonnet-de-Mure, Vaugneray und Fontaines-sur-Saône im Département Rhône betroffen. Auch dort verschwanden Spreizer, Rettungsscheren und weiteres Material für technische Hilfeleistungen. Ob dieselben Täter für sämtliche Einbrüche verantwortlich sind, ist bislang nicht geklärt.

Die Geräte gehören zur unverzichtbaren Ausrüstung bei schweren Verkehrsunfällen. Mit Rettungsscheren können Einsatzkräfte Metallteile durchtrennen; hydraulische Spreizer dienen dazu, verformte Karosserien auseinanderzudrücken. So verschaffen Feuerwehrleute Sanitätern Zugang zu Verletzten, die ein Fahrzeug nicht aus eigener Kraft verlassen können. Die leistungsstarken Geräte sind mehrere Tausend Euro wert. Ein einzelnes Werkzeug kann Medienberichten zufolge bis zu 10.000 Euro kosten. Der Gesamtschaden der bekannten Einbrüche wird inzwischen auf mehr als 50.000 Euro beziffert.

Der Service départemental-métropolitain d'incendie et de secours, kurz SDMIS, erstattete nach den Taten im Rhône Anzeige. Wegen des Einbruchs in Bourgoin-Jallieu wandte sich auch der Feuerwehr– und Rettungsdienst des Départements Isère an die Justiz. Für die betroffenen Wachen geht der Schaden über den materiellen Verlust hinaus: Fehlende Geräte müssen kurzfristig ersetzt oder im Einsatz durch Ausrüstung benachbarter Zentren ausgeglichen werden.

Die Feuerwehrgewerkschaft CGT im Rhône warnte am Mittwoch bei Franceinfo vor einem möglichen kriminellen Gebrauch der Werkzeuge. Die hydraulische Technik könne nach Einschätzung der Gewerkschaft eingesetzt werden, um bei weiteren Einbrüchen gesicherte Türen oder andere Hindernisse gewaltsam zu öffnen. Belege für einen solchen Verwendungszweck haben die Ermittlungsbehörden bislang jedoch nicht veröffentlicht.

Die Serie begann Medienberichten zufolge in der Nacht vom 6. auf den 7. August in Pusignan. Danach wurden die Wachen in Saint-Bonnet-de-Mure, Vaugneray und Fontaines-sur-Saône angegriffen. Die jüngste bekannte Tat ereignete sich in Bourgoin-Jallieu, rund 40 Kilometer östlich von Lyon. Die zeitliche Abfolge und die gezielte Auswahl der Beute sprechen für einen möglichen Zusammenhang, der Gegenstand der Ermittlungen bleibt. Festnahmen wurden bislang ebenso wenig gemeldet wie Erkenntnisse über den Verbleib der Geräte.

Quellen

  • franceinfo
  • Le Dauphiné Libéré
  • Europe 1
  • Le Progrès

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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