Wirtschaft

Schulbedarf in Frankreich kostet im Schnitt 134,17 Euro

Der von ICI und NielsenIQ berechnete Warenkorb für den Schulstart ist etwas günstiger als 2025. Während Schulranzen im Preis nachgeben, werden Taschenrechner und Füllfederhalter teurer.

Paris – 26.08.2026: Der Einkaufskorb für den Schulstart kostet in Frankreich in diesem Jahr durchschnittlich 134,17 Euro. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Senders ICI hervor, die gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen NielsenIQ erstellt wurde. Gegenüber dem Vorjahr ist der Gesamtbetrag leicht gesunken. Erfasst wurden typische Anschaffungen, die Familien vor dem Beginn des neuen Schuljahres benötigen.

Bei Schulranzen weist die Untersuchung einen Rückgang um durchschnittlich einen Euro gegenüber 2025 aus. Damit wird einer der größeren Einzelposten geringfügig günstiger. Die Entwicklung gleicht jedoch nicht sämtliche Preissteigerungen im Sortiment aus. Familien müssen zahlreiche Artikel zugleich beschaffen; die tatsächlichen Kosten können je nach Klassenstufe, Vorgaben der Schule, gewählten Marken und Einkaufsort erheblich variieren.

Teurer wurden laut ICI einige Produkte, bei denen Kunststoff verarbeitet wird, darunter Taschenrechner und Füllfederhalter. Bei technisch aufwendigeren Artikeln schlagen Material, Bauteile und Verarbeitung stärker zu Buche als bei einfachen Papierwaren. Der niedrigere Gesamtwert bedeutet daher nicht, dass Eltern bei jedem Bestandteil der Einkaufsliste entlastet werden.

Weitere Daten von NielsenIQ zeichnen für den Schulbedarfshandel ein zurückhaltendes Bild. Im Juli 2026 sank die verkaufte Menge an Papier- und Schreibwaren gegenüber dem Vorjahresmonat, obwohl die Durchschnittspreise insgesamt leicht nachgaben. NielsenIQ und der Branchenverband der Papier- und Büroartikelhersteller AIPB betrachteten diese frühe Verkaufsphase allerdings noch nicht als vollständige Bilanz des Schulstarts.

Ein erheblicher Teil der Einkäufe findet traditionell erst Ende August und kurz vor Unterrichtsbeginn statt. Viele Haushalte vergleichen Angebote von Supermärkten, Fachgeschäften und Onlinehändlern, warten Rabattaktionen ab oder verteilen größere Anschaffungen über mehrere Wochen. Vorhandene Hefte, Ordner und Schreibgeräte weiterzuverwenden, kann die individuelle Rechnung zusätzlich senken. Der statistische Warenkorb bildet solche Entscheidungen nur begrenzt ab.

Berechtigte Familien erhielten am 18. August die französische Schulstartbeihilfe, die Allocation de rentrée scolaire. Sie unterstützt Haushalte mit niedrigeren Einkommen bei den Ausgaben zum Schuljahresbeginn. Nach Angaben der Familienkasse richtet sich die Höhe nach dem Alter des Kindes; der Anspruch hängt zudem vom Haushaltseinkommen ab.

Die 134,17 Euro sind somit ein Vergleichswert und keine verbindliche Rechnung. Vor allem Taschenrechner, Füllfederhalter, Markenprodukte und besondere Anforderungen einzelner Schulen können den Endbetrag erhöhen. Zugleich zeigt der Absatzrückgang im Juli, dass niedrigere Durchschnittspreise allein bislang keinen stärkeren Verkauf von Schulbedarf ausgelöst haben.

Quellen

  • ICI / franceinfo
  • NielsenIQ
  • TF1 Info / AFP
  • Caisse nationale des allocations familiales

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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