Lyon – 17.09.2026: Élodie Frégé kehrt mit den Liedern Michel Bergers auf die Bühne zurück. Die Sängerin, Autorin und Komponistin wirkt als Gast an der Tourneeproduktion "Berger Story" mit, die am 18. September im Amphithéâtre 3000 in Lyon Station macht. Im Gespräch mit Franceinfo sagte Frégé, sie bewundere Bergers Fähigkeit, Gedanken in eingängige und dennoch gehaltvolle Melodien zu fassen.
Der Konzertabend widmet sich einem Werk, das im französischen Pop einen eigenen Ton behauptet: melodisch großzügig, sprachlich präzise und häufig von leiser Unruhe durchzogen. Michel Berger, 1947 geboren und 1992 gestorben, schrieb für sich selbst, für France Gall und für zahlreiche weitere Künstler. Seine Lieder verbinden private Verletzlichkeit mit einem gesellschaftlichen Blick, ohne belehrend zu wirken.
"Berger Story" setzt auf die Kraft eines großen Chorklangs. Das Ensemble Spectacul'Art wird von Live-Musikern begleitet, Frégé übernimmt bei ausgewählten Stücken die Solopartien. Zum Programm gehören bekannte Titel wie "La groupie du pianiste", "Seras-tu là", "Quelques mots d'amour" und "Diego". Frégés Stimme, die eher von feinen Abstufungen als von überwältigender Lautstärke lebt, begegnet damit einem Format, das bewusst die große Geste sucht.
Gerade aus diesem Gegensatz bezieht das Projekt seinen Reiz. Frégé gehört zu einer Generation französischer Sängerinnen, die das Chanson nicht als abgeschlossenes Erbe behandeln. Ihre Interpretationen greifen Einflüsse aus Pop und Jazz auf und besitzen mitunter eine dunkle, filmische Eleganz. Bei Berger geht es ihr daher weniger um die genaue Kopie vertrauter Aufnahmen als um die Wendungen und Brüche, die seine Lieder bis heute lebendig halten.
Nach dem Konzert in Lyon folgen Auftritte am 19. September in Châteauneuf-sur-Isère, am 20. September im Zénith von Dijon und am 25. September im Kongresszentrum von Angers. Für den 26. September ist eine Vorstellung im Parc des Expositions in Nantes angekündigt. Weitere Termine reichen bis Ende Oktober.
Spectacul'Art ist auf große Vokalproduktionen spezialisiert und bringt je nach Spielort mehrere Hundert Sängerinnen und Sänger auf die Bühne. Künstlerisch verantwortet wird "Berger Story" von Vincent Fuchs. Das Konzept folgt keiner biografischen Theaterhandlung, sondern rückt die Kompositionen in den Vordergrund. Bergers Werk eignet sich dafür besonders: Oft genügt ein Klaviermotiv, um Erinnerungen an eine ganze Epoche zu wecken.
Frégés Interesse gilt auch der poetischen Beweglichkeit dieses Repertoires. Berger schrieb Liebeslieder über den Abschied und politische Stücke, die nicht in Parolen erstarren. Seine Musik bleibt dadurch offen für Stimmen, die sich der Nostalgie entziehen wollen. Am 18. September trifft Frégés persönliche Lesart in Lyon auf den vielstimmigen Klang von Spectacul'Art.
Quellen
- Franceinfo
- RPO
- Fnac Spectacles
- O'Spectacles
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).