À la une

Emmanuel Macron: Beliebtheit auf dem Tiefpunkt

Die Talfahrt geht weiter. Laut einer aktuellen Umfrage des Instituts Ipsos für La Tribune Dimanche liegt die Beliebtheit von Emmanuel Macron nur noch bei 21 %. Damit nähert sich der Präsident seinem historischen Tiefstwert von 20 %, den er während der Gelbwestenkrise im Dezember 2018 erreichte. Während 62 % der zentristischen Wähler Macrons Arbeit weiterhin…

Illustration Nachrichten.fr
KI-Illustration

Die Talfahrt geht weiter. Laut einer aktuellen Umfrage des Instituts Ipsos für La Tribune Dimanche liegt die Beliebtheit von Emmanuel Macron nur noch bei 21 %. Damit nähert sich der Präsident seinem historischen Tiefstwert von 20 %, den er während der Gelbwestenkrise im Dezember 2018 erreichte.

Während 62 % der zentristischen Wähler Macrons Arbeit weiterhin positiv sehen, sind die Sympathisanten anderer politischer Lager – einschließlich der Konservativen (LR) und der UDI – mehrheitlich kritisch. Diese Entwicklung zeigt deutlich, wie schwierig es für Macron ist, Vertrauen über die Parteigrenzen hinaus zurückzugewinnen.

François Bayrou: Schwacher Start in Matignon

Auch François Bayrou, der neue Premierminister, hat keinen leichten Stand. Mit nur 20 % Zustimmung verzeichnet er den niedrigsten Beliebtheitswert, den ein Premierminister unter Macron je hatte. Zum Vergleich: Als Michel Barnier im September 2024 das Amt übernahm, startete er mit 34 % Zustimmung.

Diese Zahlen werfen die Frage auf: Hat Bayrou genügend Rückhalt, um als Regierungschef Stabilität zu gewährleisten?

Spitzenreiter im Kabinett: Retailleau und Darmanin

Während Macron und Bayrou kämpfen, gibt es im Kabinett zwei klare Favoriten: Bruno Retailleau und Gérald Darmanin genießen mit 35 % bzw. 33 % Zustimmung deutlich mehr Unterstützung. Sie heben sich damit von anderen Regierungsmitgliedern wie Rachida Dati und Manuel Valls (jeweils 18 %) oder Sébastien Lecornu (14 %) ab.

Ein gespaltenes Frankreich

Die Ergebnisse dieser Umfrage spiegeln eine tiefe politische Spaltung in Frankreich wider. Die Zufriedenheit mit der Regierung konzentriert sich auf wenige Akteure, während der Präsident und sein Premierminister kaum Vertrauen genießen. Ob es Macron gelingt, diese Trendwende zu stoppen, bleibt fraglich – zumal er in den kommenden Monaten wichtige Reformprojekte durchsetzen will.

Ende des Artikels