Umwelt

Erdbeben, Hurrikan und Schlammlawine treffen Amerika

Ein schweres Erdbeben in Panama, Hurrikan Isaias an der US-Golfküste und eine Schlammlawine in Chile haben binnen weniger Tage große Schäden angerichtet.

Panama-Stadt – 10.10.2026: Nach zwei starken Erdbeben hat die Regierung Panamas den Notstand ausgerufen. Das schwerste Beben vom Freitag erreichte nach Angaben des US Geological Survey eine Magnitude von 7,7. Sein Epizentrum lag nahe Pitaloza Arriba in der Provinz Herrera. Ein zweites Beben der Magnitude 6,6 folgte noch am selben Tag. Die Erschütterungen waren auch im benachbarten Kolumbien zu spüren.

Panamas Behörden meldeten Schäden in allen zehn Provinzen sowie in zwei indigenen Gebieten. Nahe dem Epizentrum stürzten Gebäude ein, Straßen wurden beschädigt, zahlreiche Menschen verließen vorsorglich ihre Häuser. Todesopfer waren zunächst nicht bekannt; mindestens zwei Menschen erlitten Verletzungen. Nach dem Hauptbeben registrierten Seismologen mehr als 100 Nachbeben, darunter mehrere mit einer Magnitude von mehr als fünf.

Der Notstand soll es den Behörden ermöglichen, Hilfsmaßnahmen und technische Prüfungen schneller zu organisieren. Schulen blieben geschlossen, während Einsatzkräfte beschädigte Gebäude, Verkehrswege und die Versorgungslage kontrollierten. Der Panamakanal blieb nach ersten Angaben in Betrieb. Eine zunächst für mehrere Staaten an der Pazifikküste ausgegebene Tsunamiwarnung wurde nach einer Neubewertung des Bebens aufgehoben.

Nahezu zeitgleich erreichte Hurrikan Isaias die US-Golfküste. Der Wirbelsturm traf am Freitag nahe Destin im Bundesstaat Florida auf Land. Beim Landgang erreichte er nach Angaben des National Hurricane Center Windgeschwindigkeiten von rund 169 Kilometern pro Stunde und damit die Kategorie zwei. Vor allem Teile des Florida Panhandle und des Bundesstaats Alabama waren von Starkregen, Sturmböen, Überschwemmungen und gefährlichen Sturmfluten betroffen.

In der Nacht zum Samstag zog Isaias weiter ins Landesinnere und schwächte sich unter Hurrikanstärke ab. Die Wetterbehörde warnte weiterhin vor Sturzfluten und Windschäden. Für einige Küstenabschnitte galten Warnungen vor tropischen Sturmwinden und hohem Wellengang. Die Behörden forderten Bewohner gefährdeter Gebiete auf, überflutete Straßen nicht zu befahren.

Auch Chile kämpft mit den Folgen heftiger Regenfälle. Im Sektor San Carlos de Apoquindo des Hauptstadtbezirks Las Condes löste Starkregen am 8. Oktober eine Schlammlawine aus. Wasser, Schlamm und Geröll strömten durch Straßen und rissen Fahrzeuge mit. Nach Angaben des nationalen Katastrophendienstes waren bis Freitag 118 Menschen unmittelbar betroffen; 147 Menschen kamen in Notunterkünften unter.

Zwischen den Regionen Coquimbo und Los Lagos waren zudem 50 Menschen zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. Die Behörden registrierten 75 schwer und 2.285 leicht beschädigte Häuser. Damit reichen die Folgen der drei Naturereignisse von zerstörter Infrastruktur in Panama über Überflutungen an der US-Golfküste bis zu erheblichen Gebäudeschäden in Chile.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • US Geological Survey
  • National Hurricane Center
  • Panamerikanische Gesundheitsorganisation
  • Chilenischer Nationaldienst für Katastrophenprävention und -reaktion

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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