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Erdrutsch in Goldmine auf den Salomonen: Mehrere Tote befürchtet

Nach einem Erdrutsch in der Gold-Ridge-Mine auf Guadalcanal suchen Einsatzkräfte nach Verschütteten. Ein lokales Medium berichtet von zehn geborgenen Leichen; eine amtliche Bestätigung steht aus.

Gold Ridge – 27.07.2026: In der Gold-Ridge-Goldmine auf der Salomoneninsel Guadalcanal hat ein Erdrutsch am frühen Montag eine Rettungsaktion ausgelöst. Die nationale Katastrophenschutzbehörde bestätigte den Hangabgang auf dem etwa 25 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Honiara gelegenen Gelände. Wie viele Menschen betroffen sind, war zunächst nicht amtlich geklärt.

Das Nachrichtenportal In-depth Solomons berichtete unter Berufung auf Beobachter, im Bereich der Grube Pit 1 seien zehn Leichen gefunden worden. Bagger arbeiteten demnach weiter in den Erd- und Gesteinsmassen, weil weitere Menschen verschüttet sein könnten. Die Royal Solomon Islands Police Force wollte die genannte Opferzahl zunächst nicht kommentieren.

Auch das National Referral Hospital in Honiara bereitete sich nach Angaben eines Mitarbeiters darauf vor, Tote aus dem Bergwerk aufzunehmen. Der Beschäftigte bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass Menschen ums Leben gekommen seien. Eine vollständige Bilanz lag jedoch nicht vor. Polizei und Katastrophenschutz veröffentlichten zunächst weder Namen noch Angaben zur Zahl möglicher Vermisster.

Nach Informationen von In-depth Solomons handelt es sich bei den mutmaßlichen Opfern wahrscheinlich nicht um Beschäftigte der Betreiberfirma Gold Ridge Mining Limited. Sie sollen in dem Grubenbereich eigenständig nach Gold gesucht haben. Diese Darstellung wurde bislang von keiner Behörde bestätigt. Damit ist auch unklar, wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Erdrutsches in dem gefährdeten Abschnitt aufhielten.

Die Mine liegt in einem seit Jahren konfliktreichen Gebiet. Wiederholt gab es Auseinandersetzungen über den Zugang zu goldhaltigen Flächen und den informellen Goldabbau. Im November 2025 beriet die Polizei mit Vertretern von 16 Landbesitzergruppen und dem Unternehmen über ein Vorgehen gegen unerlaubte Aktivitäten in der Grube. Im Januar 2026 untersuchte sie außerdem Brandstiftung und Sachbeschädigungen an Maschinen der Mine.

Gold Ridge besitzt für die Wirtschaft des Inselstaates erhebliches Gewicht. Mehrheitseigner der Betreibergesellschaft ist das chinesische Unternehmen Wanguo International Mining. Dieses erklärte im Mai, die Mine habe im Vorjahr fast ein Viertel zur Wirtschaftsleistung der Salomonen beigetragen. Premierminister Matthew Wale kündigte zuletzt eine umfassende Reform des Bergbausektors an, durch die ein größerer Anteil der Erträge im Land verbleiben soll.

Am Unglücksort erschwert das instabile Material die Suche. Eine offizielle Zahl der Toten oder Vermissten legten die Behörden zunächst nicht vor. Die Meldung über zehn geborgene Leichen beruht damit weiterhin allein auf dem Bericht des lokalen Nachrichtenportals.

Quellen

  • Franceinfo
  • In-depth Solomons
  • Royal Solomon Islands Police Force
  • AFP-Bericht über die nationale Katastrophenschutzbehörde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).