Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich und Italien begrüßen den arabischen Plan zur Wiederherstellung des Gazastreifens – ein Hoffnungsschimmer für Millionen von Palästinensern.
In einer gemeinsamen Erklärung haben die Außenminister dieser vier europäischen Länder am Samstag, den 8. März, betont, dass der Plan eine „realistische Möglichkeit“ für den Wiederaufbau biete. Falls er umgesetzt werde, könne er „die katastrophalen Lebensbedingungen der Palästinenser in Gaza schnell und nachhaltig verbessern“.
Ein Plan gegen Vertreibung
Der Plan wurde von Ägypten ausgearbeitet und von der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) offiziell angenommen. Ziel ist es, die durch 15 Monate Krieg zerstörte Region wiederaufzubauen – und zwar ohne die 2,4 Millionen Einwohner umzusiedeln. Das unterscheidet ihn von dem alternativen Konzept des US-Präsidenten Donald Trump, das darauf abzielt, die Kontrolle über das Gebiet zu übernehmen und die Bewohner umzusiedeln.
Ein zentraler Punkt: Der Plan schließt die Hamas als Akteur aus und sieht stattdessen eine Rückkehr der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) vor. Diese wurde 2007 von der Hamas aus Gaza verdrängt.
Widerstand aus Israel und den USA
Nicht alle begrüßen diese Initiative. Die israelische Regierung hat den Plan abgelehnt, während die USA kritische Töne anschlagen. Die genauen Vorbehalte Washingtons wurden nicht detailliert ausgeführt, doch der Ausschluss der Hamas könnte ein Faktor sein – ebenso wie die Rolle Ägyptens als treibende Kraft hinter dem Vorhaben.
Die Frage bleibt: Wird dieser Plan wirklich eine Chance haben, die Region zu stabilisieren, oder bleibt er ein diplomatisches Ideal, das an der Realität scheitert? Die nächsten Wochen werden zeigen, ob sich eine tragfähige Lösung abzeichnet.
Catherine H.