Politik & Gesellschaft

Eurotunnel-Unfall: Alkohol- und Drogentest des Fahrers negativ

Nach der Kollision eines Minibusses mit einer LeShuttle-Güterverbindung in Coquelles ermittelt die Staatsanwaltschaft. 19 Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen in Kliniken nach Lille gebracht.

Coquelles – 16.10.2026: Nach der Kollision eines Minibusses mit einer LeShuttle-Güterverbindung am Eurotunnel-Terminal in Coquelles sind die Alkohol- und Drogentests des Fahrers negativ ausgefallen. Das berichtete Franceinfo unter Berufung auf erste Erkenntnisse der Ermittlungen. Weshalb der Kleinbus am Donnerstagabend von seiner Fahrspur abkam, ist weiterhin ungeklärt.

Das Fahrzeug brachte Lastwagenfahrer zu jenem Bereich des Terminals, in dem sie ihre Lastwagen vor der Fahrt durch den Ärmelkanaltunnel verlassen. Gegen 19.27 Uhr geriet der Minibus nach Angaben der Behörden aus bislang unbekannter Ursache von der vorgesehenen Spur ab. Anschließend prallte er seitlich gegen eine LeShuttle-Güterverbindung, die auf der Verladeplattform stand.

Bei dem Unfall wurden 19 Menschen verletzt, darunter der Fahrer des Minibusses. Nach den bisher veröffentlichten Angaben befanden sich alle Betroffenen in dem Kleinbus. Zwei Verletzte wurden als dringliche Notfälle in Krankenhäuser nach Lille gebracht. Ihr Zustand war nach Angaben der Behörden nicht lebensbedrohlich. Die übrigen Insassen erlitten leichtere Verletzungen und wurden ebenfalls medizinisch versorgt.

Rund 200 Einsatzkräfte und Beschäftigte waren am Donnerstagabend auf dem weitläufigen Terminalgelände nahe Calais im Einsatz. Während die Rettungskräfte die Verletzten versorgten, wurde die Verladezone abgesperrt, um Spuren zu sichern und den Unfallhergang aufzunehmen. Der Betrieb der Fahrzeug-Shuttles wurde nach Angaben der Präfektur des Départements Pas-de-Calais vorübergehend unterbrochen. Später am Abend nahm der Betreiber den Verkehr schrittweise wieder auf.

Der Eurostar-Personenverkehr und der reguläre Güterverkehr durch den Tunnel waren nach Angaben des Betreibers Getlink und der Präfektur nicht betroffen. Getlink erklärte am Freitag, unter den Verletzten befinde sich auch ein Mitarbeiter des Unternehmens. Der Unfall ereignete sich demnach in einem betrieblichen Bereich der Verladeanlage und nicht während einer Fahrt durch den Tunnel.

Die Staatsanwaltschaft von Boulogne-sur-Mer eröffnete noch am Donnerstagabend ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung. Zeugen und Verletzte sollen angehört werden, um die Fahrt des Minibusses und den Zusammenstoß auf der Plattform zu rekonstruieren. Auch die betrieblichen Abläufe in der Verladezone dürften dabei eine Rolle spielen.

Der negative Alkohol- und Drogentest entlastet den Fahrer zunächst nur von einem entsprechenden Verdacht. Er erlaubt keinen Schluss auf die eigentliche Unfallursache. Zu einem möglichen technischen Defekt, einem gesundheitlichen Problem des Fahrers oder einem Fahrfehler lagen am Freitagnachmittag keine bestätigten Angaben vor. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauerten an.

Quellen

  • Franceinfo
  • Getlink Pressebereich
  • Associated Press
  • TF1 Info
  • Delta FM

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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