Umwelt

Evakuierung am Cap-Ferret: Familien verbringen die Nacht im Auto

Schwere Waldbrände haben die Behörden zur Räumung der Halbinsel Cap-Ferret veranlasst. Auf den wenigen Straßen zum Festland bildeten sich lange Staus, während Asche niederging und Einsatzkräfte die Fluchtwege sicherten.

Lège-Cap-Ferret – 25.07.2026: Auf der schmalen Straße von der Halbinsel Cap-Ferret zum Festland ging am Samstag vielerorts kaum noch etwas voran. Autos mit Gepäck, Kindern und Haustieren rückten nur langsam durch den dichten Verkehr. Die Behörden hatten die Evakuierung der gesamten Halbinsel angeordnet, nachdem sich der seit dem 22. Juli bei Saumos wütende Waldbrand weiter ausgebreitet hatte.

Für Bewohner und Urlauber wurde die Abfahrt zu einer Nacht unter Ausnahmebedingungen. Franceinfo berichtete von Familien, die wegen der langen Wartezeiten in ihren Fahrzeugen schliefen. In einigen Gebieten ging Asche auf Straßen und Autos nieder. Die lang gestreckte Halbinsel ist nur über wenige Verkehrsachsen mit dem Festland verbunden. Diese geografische Lage erschwert eine zügige Räumung erheblich, sobald Tausende Menschen gleichzeitig das Gebiet verlassen.

Die Präfektur der Gironde hatte die Evakuierung vorsorglich angeordnet. Nach Medienberichten, die sich auf Behördenangaben stützen, waren am Freitag rund 40.000 Menschen am Cap-Ferret betroffen. In der gesamten Gironde wurden demnach bis Samstag mehr als 140.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Eine einheitliche behördliche Gesamtzahl für die Evakuierungen in den Départements Gironde und Landes lag zunächst nicht vor.

Das Feuer hatte sich von Saumos aus in Gebiete nördlich des Bassin d'Arcachon ausgedehnt und die Umgebung von Le Porge und Lège-Cap-Ferret erreicht. Innenminister Laurent Nuñez erklärte am Freitag nach Angaben des Fernsehsenders TF1, rund 14.000 Hektar seien von dem Brand betroffen. 53 Häuser seien beschädigt oder zerstört worden. Solche Bilanzen können sich angesichts der dynamischen Lage rasch verändern.

Gleichzeitig kämpften Einsatzkräfte im benachbarten Département Landes gegen einen weiteren großen Waldbrand bei Biscarrosse. Die dortige Präfektur teilte am 24. Juli mit, mehr als 23.000 Menschen seien vorsorglich evakuiert worden, darunter 18.000 in Biscarrosse und 5.000 in Parentis-en-Born. Präfekt Gilles Clavreul aktivierte den operativen Krisenstab, der die Arbeit von Feuerwehr, Gendarmerie, Gemeinden und Notunterkünften koordiniert.

Auch der Rauch belastet die Region. Atmo Nouvelle-Aquitaine registrierte wegen der Brände in Gironde und Landes deutlich erhöhte Feinstaubwerte. Für die Menschen auf den Evakuierungsrouten kamen damit schlechte Luft und stundenlange Wartezeiten zusammen. Die Behörden riefen dazu auf, ausschließlich den Hinweisen der Präfekturen, Gemeinden, Feuerwehr und Gendarmerie zu folgen und gesperrte Gebiete nicht anzufahren.

Für Cap-Ferret besteht seit 2023 ein behördlicher Evakuierungsplan, der bei Bedarf auch einen Abtransport über das Wasser vorsieht. Am Samstag konzentrierten sich die Einsatzkräfte jedoch auf die Räumung über die Straße und versuchten, den Verkehr auf den wenigen Verbindungen zum Festland in Bewegung zu halten.

Quellen

  • Franceinfo
  • Präfektur des Départements Landes
  • Atmo Nouvelle-Aquitaine
  • Euronews
  • Präfektur der Gironde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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