Vesoul – 10.09.2026: Die Sprengung eines Geldautomaten hat in der Nacht zum 9. September einen Saal des Kinos Majestic in Vesoul schwer beschädigt. Der Automat war in einem Bankbereich unmittelbar neben dem Gebäude untergebracht. Die Explosion riss die angrenzende Wand auf; Betonstücke, Kabel und weitere Trümmer flogen in den Kinosaal. Nach den bisher veröffentlichten Angaben wurde niemand verletzt.
Die Tat ereignete sich laut regionalen Medien gegen 3 Uhr. Mehrere maskierte Personen sollen den Automaten gesprengt haben, offenbar um an das darin gelagerte Bargeld zu gelangen. Ob und in welcher Höhe sie Beute machten, war am Donnerstag noch unbekannt. Die Polizei sicherte am Tatort Spuren und leitete Ermittlungen ein. Der betroffene Bereich blieb abgesperrt.
Am stärksten traf die Detonation Saal 1 des Majestic. Die Druckwelle hinterließ ein großes Loch in der Wand zum früheren Automatenraum und beschädigte Stromleitungen sowie Teile der technischen Ausstattung. Staub und Gebäudetrümmer gelangten bis in Bereiche mit Vorführtechnik. Betreiber Jean-Claude Tupin sagte regionalen Medien, die Instandsetzung werde umfangreich: Neben dem Mauerwerk müssten empfindliche Geräte geprüft und gegebenenfalls ersetzt werden.
Franceinfo und TF1 bezifferten den Schaden auf rund 800.000 Euro. Tupin nannte in einem regionalen Radiobeitrag eine Größenordnung zwischen 800.000 und einer Million Euro. Eine abschließende Bilanz lag zunächst nicht vor. Auch der Umfang weiterer Schäden innerhalb des Gebäudes muss noch untersucht werden.
Das Majestic bleibt nach Angaben des Betreibers grundsätzlich geöffnet. Der zerstörte Saal kann jedoch vorerst nicht genutzt werden. Für das Kino bedeutet sein Ausfall, dass Vorstellungen neu verteilt oder gestrichen werden müssen. Die Tat ereignete sich zudem an einem Mittwoch, an dem in Frankreich traditionell neue Filme anlaufen und sich die Spielpläne ändern. Wie lange die Reparaturen dauern werden, ist noch offen.
Angriffe auf Geldautomaten mit Gas oder Sprengstoff richten häufig weit größere Schäden an als der Wert einer möglichen Beute. Befinden sich die Geräte in oder unmittelbar an bewohnten beziehungsweise öffentlich genutzten Gebäuden, gefährdet die Druckwelle zudem Menschen in der Umgebung. Im Fall von Vesoul müssen die Ermittler klären, welches Verfahren die Täter verwendeten, wie viele Personen beteiligt waren und ob sich Parallelen zu anderen Automatensprengungen erkennen lassen.
Bis zum Abschluss der baulichen und technischen Prüfungen bleibt Saal 1 gesperrt. Die übrigen Säle des Majestic sollen den Betrieb nach Angaben des Hauses fortsetzen.
Quellen
- Franceinfo
- TF1 Info
- L'Est Républicain
- Majestic Cinémas Vesoul
- ICI Besançon
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).