Frankreich – 20.08.2026: Als Guy nach dem Besuch fremder Männer seine Verstecke kontrollierte, war seine Goldmünzsammlung verschwunden. Der Franzose hatte nach eigenen Angaben bereits mit 13 Jahren begonnen, die Stücke zusammenzutragen. Im Nachrichtenmagazin "20 Heures" von Franceinfo schilderte er am 19. August, wie die Täter offenbar sämtliche Stellen fanden, an denen er die Münzen in seiner Wohnung verwahrt hatte.
Der Bericht beschreibt eine Vorgehensweise, die französische Sicherheitsbehörden als Diebstahl unter falscher Identität führen. Täter geben sich etwa als Polizisten, Klempner, Heizungsmonteure oder Beschäftigte eines Versorgungsunternehmens aus. Sie behaupten, eine dringende Kontrolle vornehmen, einen Schaden untersuchen oder einen behördlichen Auftrag ausführen zu müssen. Wird ihnen die Tür geöffnet, verwickelt einer der Besucher die betroffene Person häufig in ein Gespräch oder führt sie in einen anderen Raum.
Währenddessen kann ein Komplize die Wohnung durchsuchen. Nach Angaben der Präventionsplattform Ma Sécurité werden solche Besuche bisweilen auch genutzt, um Wertgegenstände und deren Aufbewahrungsorte auszukundschaften. Ältere und alleinlebende Menschen gelten als besonders gefährdet, weil die Täter gezielt das Vertrauen in Uniformen, Arbeitskleidung und vermeintlich offizielle Aufträge ausnutzen. Gewalt brauchen sie dafür nicht: Der Zugang gelingt durch Täuschung, der Diebstahl im Moment der Ablenkung.
Zum konkreten Fall nennt der Fernsehbericht weder den Tatort noch Einzelheiten zu möglichen Verdächtigen. Unklar bleibt auch, ob Guy Anzeige erstattete, welche Dienststelle zuständig wäre und ob Spuren gesichert werden konnten. Eine Verbindung zu weiteren Fällen lässt sich auf Grundlage der veröffentlichten Angaben daher nicht herstellen.
Französische Sicherheitsbehörden raten, unangekündigte Besucher zunächst vor der verschlossenen Tür warten zu lassen. Wer sich als Handwerker oder Behördenvertreter ausgibt, sollte nach einem Dienstausweis und dem Anlass des Besuchs gefragt werden. Die Angaben lassen sich anschließend über eine selbst recherchierte offizielle Telefonnummer überprüfen. Eine Nummer, die der Besucher nennt, bietet keine unabhängige Bestätigung. Fremde sollten zudem nichts über Schmuck, Bargeld oder mögliche Verstecke erfahren.
Nach einem Diebstahl sollten Betroffene die Räume möglichst unverändert lassen, damit Polizei oder Gendarmerie Spuren sichern können. Bei akuter Gefahr ist in Frankreich die Polizei unter 17 erreichbar; europaweit gilt die Notrufnummer 112. Guys Verlust ist auch biografisch: Mit der Sammlung, die ihn seit seiner Jugend begleitet hatte, verschwanden binnen weniger Minuten Jahrzehnte persönlicher Erinnerung.
Quellen
- Franceinfo, 20 Heures, Bericht vom 19.08.2026
- Ma Sécurité, französisches Innenministerium
- Service-Public.fr, Informationen zu Diebstahl
- Ville de Paris, Präventionshinweise zu Trickdiebstahl
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).