Paris – 19.10.2026: Frankreichs Arbeits- und Solidaritätsminister Jean-Pierre Farandou hat am Montagnachmittag Händler im zehnten Arrondissement von Paris besucht, deren Geschäfte bei den Ausschreitungen vom 17. Oktober beschädigt und geplündert worden waren. Nach dem Bericht von Franceinfo sagte der Minister nach der Schilderung eines betroffenen Geschäftsinhabers: "Frankreich tut mir weh." Begleitet wurde Farandou von Serge Papin, dem für kleine und mittlere Unternehmen, Handel, Handwerk, Tourismus und Kaufkraft zuständigen Minister.
Das Wirtschaftsministerium hatte den Besuch am Montagmorgen angekündigt und mit den Sachbeschädigungen, Verwüstungen und Plünderungen während der Ereignisse des Wochenendes begründet. Der Termin begann um 16.30 Uhr. Im zehnten Arrondissement liegen mit dem Boulevard de Magenta und den Vierteln um die großen Bahnhöfe dicht belebte Geschäftsgebiete, in denen Händler nach den Demonstrationen erhebliche Schäden meldeten.
Die Kundgebungen am Samstag, dem 17. Oktober, waren landesweit von sozialen Forderungen geprägt. In Paris schlug der Protest jedoch teilweise in Gewalt um. Nach Angaben der Stadt wurden in mehreren Vierteln Schaufenster eingeschlagen, Geschäfte geplündert und öffentliche Einrichtungen beschädigt. Für kleinere Betriebe können zerstörte Warenbestände, notwendige Reparaturen und vorübergehende Schließungen rasch existenzbedrohend werden. Hinzu kommen die Prüfung von Versicherungsansprüchen und Einnahmeausfälle, solange Verkaufsräume nicht genutzt werden können.
Die Stadt Paris setzte in der Nacht zum Sonntag und am folgenden Vormittag nach eigenen Angaben fast 1.000 Beschäftigte der Stadtreinigung ein. Sie entfernten Glasscherben und andere Trümmer, säuberten Straßen und Gehwege und begannen mit der Wiederherstellung beschädigter öffentlicher Flächen. Bürgermeister Emmanuel Grégoire berief außerdem die Bürgermeister der Arrondissements ein und kündigte eine Anlaufstelle für betroffene Gewerbetreibende an.
Auch die Region Île-de-France erklärte am Montag, sie wolle sich mit Wirtschaftsvertretern beraten und geschädigte Händler sowie Gastronomen unterstützen. Welche Hilfen gewährt werden und nach welchen Kriterien Betriebe sie beantragen können, war zunächst nicht näher ausgeführt. Für die Betroffenen kommt es vor allem darauf an, Schäden zügig zu dokumentieren, Reparaturen zu finanzieren und den Geschäftsbetrieb wieder aufzunehmen.
Für Dienstag, den 20. Oktober, ist im Wirtschaftsministerium ein außerordentlicher Unternehmensrat angesetzt. Neben Farandou und Papin soll daran auch Wirtschaftsminister Roland Lescure teilnehmen. Die Runde soll die wirtschaftlichen Folgen der Ausschreitungen und mögliche Hilfen für Unternehmen erörtern. Während Paris die Reinigung und Wiederherstellung des öffentlichen Raums organisiert, befassen sich Regierung und Region damit, wie betroffene Betriebe unterstützt werden können. Konkrete Entscheidungen sollen nach der Beratung im Wirtschaftsministerium bekannt gegeben werden.
Quellen
- Franceinfo
- Französisches Wirtschaftsministerium
- Stadt Paris
- Region Île-de-France
- Le Monde
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).