Bayonne – 22.07.2026: Nach dem Ende der Fêtes de Bayonne ziehen Polizei, Rettungsdienste und Justiz eine erste Bilanz. Rund eine Million Menschen besuchten das mehrtägige Stadtfest im französischen Baskenland nach vorläufigen Angaben. Das waren etwa fünf Prozent weniger als 2025, als Behörden und Veranstalter rund 1,1 Millionen Besucher gezählt hatten.
Die geringere Besucherzahl bedeutete keine Entlastung für die Einsatzkräfte. In den engen Straßen der Innenstadt, auf Plätzen und vor Lokalen drängten sich vor allem nachts zahlreiche Menschen in der traditionellen weiß-roten Festkleidung. Die Präfektur der Pyrénées-Atlantiques meldete nach Abschluss der Feierlichkeiten 44 Gewahrsamnahmen. Zu den einzelnen Vorwürfen veröffentlichte sie zunächst keine vollständige Aufschlüsselung.
Besonders schwer wiegen zwei Festnahmen im Zusammenhang mit mutmaßlichen sexuellen Übergriffen. Angaben zu den Betroffenen oder den festgenommenen Personen machten die Behörden nicht. Für die Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen führen Polizei und Justiz in Bayonne; ob es zu Anklagen kommt, ist bislang offen.
Bereits während des Festes hatten die Behörden täglich über Einsätze und Festnahmen informiert. Für die letzte Nacht wurden zwei mutmaßliche sexuelle Übergriffe registriert. Nach den vorliegenden Angaben stehen die beiden Festnahmen mit diesen Vorwürfen in Zusammenhang. Ob darüber hinaus weitere Anzeigen eingegangen sind oder geprüft werden, wurde nicht mitgeteilt.
Die Fêtes de Bayonne gehören zu den größten Stadtfesten Frankreichs. Über mehrere Tage verwandelt sich die Stadt in eine weitläufige Festzone, deren Organisation erhebliche Sicherheitsvorkehrungen verlangt. Alkoholkonsum, nächtlicher Andrang und die hohe Dichte in der Altstadt erhöhen das Risiko von Konflikten, medizinischen Notfällen und Übergriffen. Polizei, Rettungsdienste und kommunale Teams waren deshalb mit einem umfangreichen Aufgebot im Einsatz.
Die Stadt und ihre Partner hatten auch Präventionsangebote gegen sexistische und sexuelle Gewalt eingerichtet. Anlaufstellen sollten Menschen in Bedrängnis rasch Unterstützung vermitteln; Besucher wurden dazu aufgerufen, gefährdete Personen nicht allein zu lassen und bei Bedarf früh Hilfe zu holen. Solche Angebote ersetzen keine strafrechtliche Aufklärung, können aber den Zugang zu Schutz und Unterstützung während eines Großereignisses erleichtern.
Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Gewahrsamnahmen. 2025 hatte die Präfektur 35 Maßnahmen dieser Art gemeldet, zudem zwei Anzeigen wegen sexueller Übergriffe. Aus dem Vergleich lässt sich jedoch keine eindeutige Entwicklung der Sicherheitslage ableiten: Anzeigen, Kontrolldichte, Einsatzschwerpunkte und die Dauer einzelner Maßnahmen können von Jahr zu Jahr unterschiedlich ausfallen.
Die abschließende strafrechtliche Bewertung der zwei Festnahmen steht noch aus. Die Behörden haben zu den konkreten Tatvorwürfen und zum weiteren Verlauf der Ermittlungen bislang keine weiteren Einzelheiten veröffentlicht.
Quellen
- Franceinfo
- Präfektur der Pyrénées-Atlantiques
- Stadt Bayonne – Fêtes de Bayonne
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).