Toulon – 05.10.2026: Auf dem französischen Flugzeugträger Charles de Gaulle ist am Montag während Wartungsarbeiten ein Feuer ausgebrochen. Das Schiff lag zu diesem Zeitpunkt an der Marinebasis Toulon. Nach Angaben der Mittelmeer-Seepräfektur wurde niemand verletzt. Auch die Nuklearanlagen des atomgetriebenen Flugzeugträgers seien von dem Zwischenfall nicht betroffen gewesen.
Der Alarm wurde kurz vor 11.30 Uhr in einem technischen Raum in der Nähe des Flugzeughangars ausgelöst. Der Raum ist den Angaben zufolge weniger als zehn Quadratmeter groß. Weil sich die Charles de Gaulle derzeit in der Werft befindet, standen in dem angrenzenden Hangar keine Flugzeuge. Die Besatzung leitete unmittelbar nach dem Alarm die ersten Löschmaßnahmen ein.
Unterstützung erhielt sie von den Feuerwehrkräften der Marinebasis Toulon. Um 12.35 Uhr war der Brand nach Angaben der Seepräfektur unter Kontrolle, um 13.50 Uhr wurde er als gelöscht gemeldet. Zwischen Alarm und vollständiger Löschmeldung lagen damit etwas mehr als zwei Stunden. Hinweise auf größere Schäden am Schiff gab es zunächst nicht.
Als wahrscheinliche Ursache gelten nach ersten Erkenntnissen Schneidarbeiten mit einem Brenner. Neben den örtlichen Kräften wurden auch Fachleute des Bataillons der Marinefeuerwehr Marseille hinzugezogen. Die Untersuchungen zum genauen Ablauf dauerten an. Ob Sicherheitsvorschriften verletzt wurden oder ein technischer Defekt zu dem Feuer beitrug, war zunächst nicht bekannt.
Die Charles de Gaulle befindet sich seit Ende August zu einem planmäßigen Werftaufenthalt in ihrem Heimathafen. Die Arbeiten sollen nach den vorliegenden Angaben bis Anfang Dezember dauern. Während solcher Liegezeiten werden technische Anlagen kontrolliert, gewartet und instand gesetzt. Das Schiff steht in dieser Phase nicht für Einsätze auf See bereit. Der Brand ereignete sich somit innerhalb eines ohnehin abgesicherten Arbeitsbereichs der Marinebasis; dennoch betraf er einen Raum nahe dem Hangar und erforderte den Einsatz mehrerer spezialisierter Einheiten.
Der seit 2001 eingesetzte Träger ist das einzige Schiff seiner Art in der französischen Marine und zugleich Frankreichs einziges nuklear angetriebenes Überwasserschiff. Er dient als schwimmende Basis für Marineflugzeuge und gehört zu den wichtigsten militärischen Instrumenten des Landes. Gerade deshalb gilt bei Arbeiten an Bord ein engmaschiges Sicherheitsregime, das sowohl den konventionellen Schiffsbetrieb als auch die nuklearen Anlagen umfasst.
Frankreich bereitet bereits den Bau eines Nachfolgers vor. Das künftige Schiff soll den Namen France Libre tragen und die Charles de Gaulle in den 2030er Jahren ablösen. Bis dahin bleibt der Flugzeugträger für die französische Marine unverzichtbar. Nach dem Feuer meldete die Seepräfektur weder Verletzte noch Beeinträchtigungen der Nuklearanlagen.
Quellen
- Franceinfo
- Préfecture maritime de la Méditerranée
- TF1 Info mit AFP
- Ministère des Armées et des Anciens combattants
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).