Umwelt

Feuerwehr kämpft im Hohen Venn weiter gegen Glutnester

Nach mehreren Einsatztagen versuchen die Löschkräfte, den Großbrand im belgischen Hohen Venn vollständig einzukreisen. Rund 3.000 Hektar Naturfläche wurden seit dem 14. August erfasst.

Hohes Venn – 19.08.2026: Im belgischen Hohen Venn arbeiten die Einsatzkräfte daran, den Großbrand vollständig einzukreisen. Das Feuer war am Freitag, dem 14. August, ausgebrochen und hatte bis Dienstag nach Angaben der Behörden und der Einsatzleitung rund 3.000 Hektar erfasst. Auch nachdem sich die Flammen nicht mehr ungehindert ausbreiten, bleibt die Lage schwierig: In trockenem Boden können sich Glutnester über lange Zeit halten.

Feuerwehren, weitere Rettungskräfte und Landwirte unterstützten die Brandbekämpfung mit Löschfahrzeugen und schwerem Gerät. Hinzu kamen Wasserabwürfe aus der Luft. Ihr Ziel ist eine geschlossene Sicherheitslinie um das betroffene Gebiet. Erst wenn das Feuer diese Linie nirgends mehr überschreiten kann, lässt es sich als eingedämmt betrachten. Danach beginnt die aufwendige Suche nach verborgenen Brandherden. Regen brachte zeitweise Entlastung, konnte die Arbeiten am Boden jedoch nicht ersetzen.

Das Hohe Venn liegt in der Provinz Lüttich nahe der deutschen Grenze. Seine Moor-, Heide- und Waldflächen bilden eine empfindliche Landschaft, die bei längerer Trockenheit besonders brandgefährdet ist. Während der ersten Einsatztage hatte sich das Feuer rasch ausgebreitet und auch auf deutscher Seite Besorgnis ausgelöst. Nach den jüngsten Lageangaben bewegte sich die Feuerfront nicht weiter auf die Grenze zu. Eine umfassende Entwarnung war damit noch nicht verbunden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Moor- und Torfflächen des Schutzgebiets. Ausgetrockneter Torf kann unter der Oberfläche weiterglimmen, obwohl darüber kaum noch Rauch oder offene Flammen zu sehen sind. Solche unterirdischen Brandherde lassen sich schwer erreichen und können an anderer Stelle erneut ein Feuer entfachen. Die Einsatzkräfte müssen deshalb den Boden systematisch auf Wärme prüfen, Glutnester freilegen und gezielt bewässern. Diese Nachlöscharbeiten können erheblich länger dauern als das Stoppen einer sichtbaren Feuerfront.

Mit rund 3.000 erfassten Hektar übertrifft der aktuelle Brand deutlich die großen Feuer der jüngeren regionalen Geschichte. Im April 2011 waren bei einem Vegetationsbrand im Hohen Venn etwa 1.200 Hektar betroffen. Historische Aufzeichnungen nennen für 1911 ein Feuer, das sich über annähernd 4.000 Hektar Heide und Wald erstreckte. Der gegenwärtige Einsatz zählt damit zu den schwersten dokumentierten Bränden der Region.

Für das Naturgebiet reichen die Folgen über verkohlte Vegetation hinaus. Feuer verändert den Wasserhaushalt von Moorböden, zerstört Lebensräume und macht freiliegende Flächen anfälliger für Erosion. Das tatsächliche Ausmaß der ökologischen Schäden lässt sich erst untersuchen, wenn die Einsatzleitung das Gelände freigibt und keine Glutnester mehr festgestellt werden.

Quellen

  • franceinfo
  • Service public de Wallonie
  • Bibliothèques de Wallonie

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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