Umwelt

Flutkatastrophe im Himalaya: Mindestens 392 Tote und 1.400 Vermisste

Nach einer Eis- und Felslawine im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet suchen Rettungskräfte weiter nach Vermissten. Ein neu entstandener See könnte weitere Täler gefährden.

Devighat – 28.08.2026: Nach den verheerenden Sturzfluten und Erdrutschen im Grenzgebiet zwischen Nepal und der chinesischen Region Tibet sind mindestens 392 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 1.400 weitere gelten als vermisst. Die vorläufigen Zahlen beruhen auf Angaben der Behörden beiderseits der Grenze. Rettungsteams suchen in verschütteten Siedlungen und entlang der Flüsse nach Überlebenden.

Auslöser der Katastrophe war nach bisherigen Erkenntnissen eine gewaltige Eis- und Felslawine in einem hoch gelegenen Tal auf nepalesischer Seite. Gestein und Eis blockierten offenbar einen Fluss, bis das aufgestaute Wasser mit großer Wucht talabwärts schoss. Die Flutwelle riss Häuser, Fahrzeuge, Straßenabschnitte und Brücken mit sich. Besonders schwer getroffen wurden abgelegene Bergregionen nahe der Grenze.

Nepals Polizei meldete zahlreiche Tote und Verletzte. Auch auf tibetischer Seite werden viele Menschen vermisst, darunter ausländische Reisende und Pilger. Da Nepal und China ihre Bilanzen getrennt veröffentlichen, können sich die Gesamtzahlen kurzfristig ändern. Hubschrauber und Bodentrupps sind im Einsatz, doch Schlamm, zerstörte Verkehrswege und instabile Hänge erschweren den Zugang zu mehreren Ortschaften. Manche Bergdörfer sind weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten.

Zugleich warnen die Katastrophenschutzbehörden vor neuen Fluten. Hinter den abgerutschten Gesteinsmassen hat sich oberhalb der verwüsteten Gebiete ein See gebildet. Sollte sein natürlicher Damm brechen, könnten erneut große Wassermengen in die Täler stürzen. Anwohner und Einsatzkräfte sollen gefährdete Uferbereiche meiden und den Anweisungen der Behörden folgen.

Luft- und Satellitenaufnahmen lassen das Ausmaß der Zerstörung erkennen: breite Schlammflächen, fortgerissene Gebäude und deutlich veränderte Flussläufe. Fachleute untersuchen anhand der Bilder den Ablauf des Bergsturzes und mögliche weitere Instabilitäten. Nach Einschätzung eines französischen Glaziologen setzte eine Felslawine die Kettenreaktion in Gang und riss Gletschereis mit sich. Ein isolierter Gletscherabbruch war demnach nicht die alleinige Ursache.

Die steilen Täler am Südrand des Himalaya sind während des Monsuns regelmäßig von Überschwemmungen und Erdrutschen bedroht. Starkregen lässt Flüsse rasch anschwellen und destabilisiert Hänge. Zusätzlich können schmelzende Gletscher sowie labile Eis- und Felsmassen plötzliche Flutwellen auslösen. Internationale Hilfsorganisationen mobilisieren Unterstützung für medizinische Versorgung, Notunterkünfte und sauberes Trinkwasser.

Die Suchmannschaften konzentrieren sich auf die Täler entlang der betroffenen Flüsse und auf abgeschnittene Dörfer. Während Angehörige auf Nachrichten warten, räumen Einsatzkräfte Trümmer, sichern beschädigte Zufahrten und beobachten den neu entstandenen See.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • Le Monde
  • Euronews
  • ABC News

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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