Kultur

Fort Boyard wird für 44 Millionen Euro gegen die Brandung gesichert

Vor der Küste der Charente-Maritime laufen umfangreiche Arbeiten zur Rettung von Fort Boyard. Ein neuer Wellenbrecher und ein Anlegehafen sollen das durch die See geschädigte Bauwerk schützen und ab 2028 Besichtigungen ermöglichen.

Fort Boyard – 18.07.2026: Die Sicherung von Fort Boyard vor der Küste der Charente-Maritime nimmt eine neue Etappe. Das Département Charente-Maritime lässt die Fundamente des historischen Bauwerks verstärken und bereitet den Einbau zweier großer Schutzanlagen vor. Das Gesamtprojekt ist mit 44 Millionen Euro einschließlich Steuern veranschlagt. Ziel ist es, die Schäden durch Wellen, Stürme und Meereserosion dauerhaft zu begrenzen.

Im Mittelpunkt stehen die Reparatur der Risberme, eines etwa sechs Meter breiten Schutzstreifens um die Fundamente, sowie der Wiederaufbau eines Wellenbrechers und eines Anlegehafens. Die Risberme wurde über Jahre durch Winterstürme und die starke Brandung geschwächt. Sie soll künftig wieder verhindern, dass die See das Mauerwerk und die tragenden Bereiche des Forts unmittelbar angreift.

Nach Angaben des Départements werden derzeit der Meeresboden bearbeitet und die Voraussetzungen für die Montage der neuen Bauwerke geschaffen. Der Anlegehafen wird außerhalb des Standorts vorgefertigt und im Sommer 2026 zum Fort transportiert. Er soll anschließend vor Ort eingebaut, beschwert und mit den vorhandenen Strukturen verbunden werden. Parallel dazu laufen Arbeiten an den Schutzschichten rund um das Monument.

Der ebenfalls geplante Wellenbrecher liegt auf der dem offenen Meer zugewandten Seite. Er soll die anrollenden Wellen brechen, bevor sie die Anlage erreichen. Seine Fertigung ist für den Zeitraum von September 2026 bis April 2027 vorgesehen. Die Montage am Standort soll im Sommer 2027 folgen. Die Planungen sehen vor, die wesentlichen Bauarbeiten Ende 2027 oder Anfang 2028 abzuschließen.

Fort Boyard liegt zwischen der Île d'Oléron und der Île d'Aix und ist den Bedingungen des Atlantiks besonders stark ausgesetzt. Frühere Schutzbauten waren im Lauf der Zeit verschwunden oder beschädigt worden. Dadurch wurde auch der Zugang zum Fort schwieriger und unsicherer. Die neuen Anlagen sollen deshalb nicht nur das Denkmal erhalten, sondern auch ein kontrolliertes Anlegen von Booten ermöglichen.

Mit dem Projekt verbindet das Département eine touristische Perspektive. Nach Abschluss der Restaurierung soll Fort Boyard ab 2028 erstmals regulär für Besucher zugänglich sein. Vorgesehen sind Besichtigungen von Anfang August bis Ende Oktober. Vor der Öffnung müssen jedoch zusätzlich Innenräume, Treppen, Laufgänge, Terrassen und Sicherheitswege für den Publikumsverkehr hergerichtet werden.

Das Fort ist weit über Frankreich hinaus durch die gleichnamige Fernsehsendung bekannt, besitzt aber auch einen eigenständigen historischen Wert. Der jetzt laufende Einsatz kombiniert Denkmalschutz, Küstenbau und spätere Besuchersicherheit. Für die Verantwortlichen ist die Wiederherstellung der maritimen Schutzanlagen die entscheidende Voraussetzung, damit das Gebäude langfristig erhalten und für die Öffentlichkeit nutzbar werden kann.

Quellen

  • Département Charente-Maritime: Baustand der Arbeiten vom 09.07.2026
  • Département Charente-Maritime: Projektseite zur Rettung von Fort Boyard
  • Präfektur Charente-Maritime: Unterlagen zur Schutzmaßnahme gegen Seegang

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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