Paris – 18.10.2026: France 2 zeigt an diesem Sonntag um 14.05 Uhr in der Sendung "13h15 le dimanche" die vierteilige Dokumentation "Du cœur au don d'organes". Anlässlich des Welttags der Organspende und Transplantation am 17. Oktober schildert die Produktion eine Herztransplantation aus der Perspektive von Angehörigen, medizinischen Teams und wartenden Patienten.
Eine der Protagonistinnen ist Lauriane, die im Alter von 22 Jahren ein neues Herz erhielt. Erstmals schreibt sie einen Brief an die Familie des Spenders, dessen Namen sie nicht kennt. Von dieser persönlichen Erfahrung aus zeichnet die Reihe die Stationen zwischen einer möglichen Organspende und der Transplantation nach: das Gespräch mit den Angehörigen, die medizinische Prüfung, die Organentnahme und die Vorbereitung des Empfängers.
Die vierte Folge trägt den Titel "Vers le cœur". Für den Entnahmechirurgen Narek beginnt darin ein Wettlauf gegen die Zeit. Das entnommene Herz soll binnen vier Stunden das Pariser Krankenhaus Bichat erreichen. Dort bereiten sich die Chirurgin Marylou und der Patient Salomon im Operationssaal auf den Eingriff vor. Die Dokumentation macht sichtbar, wie viele Fachleute an dieser eng getakteten medizinischen und logistischen Kette beteiligt sind.
Zugleich greift die Reihe ein zentrales Problem der Organspende in Frankreich auf. Nach Angaben von France Télévisions werden Organentnahmen in 37 Prozent der infrage kommenden Fälle abgelehnt. Häufig wissen Angehörige nicht, wie die verstorbene Person zu einer Spende stand. Klinische Koordinatorinnen müssen diese Frage mit Familien besprechen, die sich in einer Ausnahmesituation befinden.
Rechtlich gilt in Frankreich die vermutete Zustimmung: Organe und Gewebe dürfen nach dem Tod grundsätzlich entnommen werden, sofern die Person zu Lebzeiten keinen Widerspruch erklärt hat. Dieser kann insbesondere im nationalen Widerspruchsregister eingetragen oder gegenüber Angehörigen geäußert werden. Das Gesetz schreibt außerdem die Unentgeltlichkeit der Spende und die gegenseitige Anonymität von spendender und empfangender Person vor.
Die jüngsten Jahreszahlen belegen den hohen Bedarf. Nach Angaben des französischen Gesundheitsministeriums wurden 2025 landesweit 6.148 Organe transplantiert, mehr als je zuvor. Zu Beginn des Jahres 2026 standen dennoch mehr als 23.000 Menschen auf der nationalen Warteliste. Die gestiegene Zahl der Eingriffe reicht somit weiterhin nicht aus, um alle Wartenden zu versorgen.
Die Reihe verbindet die Erfahrungen von Roméo, Élodie, Aurore und Lauriane mit der Arbeit von Narek und Marylou sowie dem Warten Salomons. Realisiert wurde sie von Jean-Sébastien Desbordes, Félix Albert und Anthony Santoro, produziert von Nania Films. Sie läuft auf France 2 und ist über france.tv abrufbar.
Quellen
- Franceinfo, "13h15 le dimanche"
- France Télévisions, Pressemitteilung zu "13h15 le dimanche"
- Agentur für Biomedizin, Rechtsrahmen der Organspende
- Französisches Gesundheitsministerium, Bilanz 2025 zu Organentnahmen und Transplantationen
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).