Kultur

France 2 erinnert an die Kunstretterin Rose Valland

France 2 zeichnet in zwei neuen Folgen von "13h15 le dimanche" das Wirken Rose Vallands nach. Die Kunsthistorikerin dokumentierte im besetzten Paris heimlich den Raub von Kunstwerken und half nach dem Krieg bei deren…

Paris – 26.08.2026: Zwei neue Folgen des France-2-Magazins "13h15 le dimanche" erinnern an Rose Valland, eine Schlüsselfigur bei der Rettung und Rückführung von NS-Raubkunst. Die nun über Franceinfo abrufbaren Episoden schildern, wie die Kunsthistorikerin während der deutschen Besatzung heimlich die Wege beschlagnahmter Werke dokumentierte. Ihre Aufzeichnungen lieferten nach Kriegsende wichtige Hinweise für die Suche nach Zehntausenden Objekten.

Valland arbeitete am Pariser Musée du Jeu de Paume, das die deutschen Besatzungsbehörden zwischen 1940 und 1944 als Sammel- und Umschlagplatz nutzten. Dort wurden Kunstwerke erfasst, sortiert und für den Abtransport vorbereitet. Ein großer Teil stammte aus Sammlungen jüdischer Familien, die durch Beschlagnahmung und Verfolgung enteignet worden waren. Auch Werke aus öffentlichen Beständen gelangten in das Gebäude.

Obwohl die nationalsozialistischen Dienststellen das Haus kontrollierten, beobachtete Valland ihre Arbeit. Nach Angaben des französischen Kulturministeriums hielt sie fest, welche Gemälde und Objekte eintrafen, wie sie verpackt wurden und wohin Transporte führen sollten. Sie handelte auf Anweisung von Jacques Jaujard, dem damaligen Leiter der französischen Nationalmuseen. Die verdeckte Tätigkeit war riskant: Wäre sie entdeckt worden, hätte sie mit schweren Konsequenzen rechnen müssen.

Nach der Befreiung Frankreichs wurden Vallands Unterlagen zu einem wichtigen Arbeitsmittel für die Wiederauffindung geraubter Bestände. Sie setzte ihre Arbeit in Deutschland und Österreich fort und wirkte dort an der Sicherung und Rückführung von Kunst mit. Französische Kulturinstitutionen schreiben ihren Informationen einen wesentlichen Anteil daran zu, dass mehr als 60.000 Werke nach Frankreich zurückgebracht werden konnten.

Die Dokumentation verknüpft Vallands Biografie mit einer Aufgabe, die bis heute nicht abgeschlossen ist. Noch immer befinden sich sogenannte MNR-Werke in der vorläufigen Obhut französischer Museen. Die Abkürzung bezeichnet Kulturgüter, die nach dem Krieg nach Frankreich gelangten, deren frühere Eigentümer oder deren Erben jedoch zunächst nicht zweifelsfrei festgestellt werden konnten. Rechtlich gehören diese Objekte nicht zum regulären Museumsbestand.

Das Kulturministerium bündelt Angaben zu solchen Werken in der Datenbank "Rose Valland – MNR". Sie dient Familien, Forschenden und Institutionen dazu, Herkunft und Eigentumswege nachzuvollziehen sowie mögliche Ansprüche auf Rückgabe zu prüfen. Der Name Rose Valland bezeichnet damit heute auch ein staatliches Instrument der Provenienzforschung. Die neuen Fernsehfolgen führen zu jener Frau zurück, deren heimliche Notizen einen wesentlichen Teil dieser Arbeit überhaupt erst ermöglichten.

Quellen

  • Franceinfo
  • Französisches Kulturministerium
  • Musée du Louvre

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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