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Frankreich drosselt Erwartungen: Handelskonflikte drücken Wirtschaftsprognose

Ein wirtschaftliches Gewitter zieht auf – und Frankreich spannt vorsorglich den Schirm auf. Die Regierung hat ihre Wachstumsprognose für 2025 von ohnehin schon bescheidenen 0,9 % auf 0,7 % gesenkt. Der Grund: die wachsenden Turbulenzen auf dem internationalen Handelsparkett – allen voran durch US-Präsident Donald Trump ausgelöste Zölle. Ein geopolitisches Pokerspiel mit wirtschaftlichem Preis Mit…

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Ein wirtschaftliches Gewitter zieht auf – und Frankreich spannt vorsorglich den Schirm auf. Die Regierung hat ihre Wachstumsprognose für 2025 von ohnehin schon bescheidenen 0,9 % auf 0,7 % gesenkt. Der Grund: die wachsenden Turbulenzen auf dem internationalen Handelsparkett – allen voran durch US-Präsident Donald Trump ausgelöste Zölle.

Ein geopolitisches Pokerspiel mit wirtschaftlichem Preis

Mit der Ankündigung neuer Zölle hat Trump die Karten neu gemischt. Zwar gelten die verschärften Maßnahmen aktuell nur gegenüber China – mit Zollsätzen von satten 125 % –, doch die Unsicherheit ist längst weltweit spürbar. Für Frankreich, das stark vom Export abhängt, sind das keine guten Nachrichten.

Wirtschaftsminister Éric Lombard spricht von „bestehenden Unsicherheiten“, die eine „Anpassung der Erwartungen“ erforderlich machen. Dahinter steht nichts anderes als die Sorge, dass sich die Weltwirtschaft abkühlt – und Frankreich mittendrin friert.

Der Spagat zwischen Wachstum und Sparpolitik

Trotz der gedrückten Prognose hält die französische Regierung eisern an einem Ziel fest: Das Haushaltsdefizit, das 2024 noch bei 5,8 % lag, soll 2025 auf 5,4 % gedrückt werden. Klingt nach einem kleinen Schritt, ist aber ein Kraftakt. 5 Milliarden Euro an geplanten Ausgaben wurden kurzerhand eingefroren – quasi eine Notbremse im Staatshaushalt.

Dabei vermeidet die Regierung bislang tiefe Einschnitte. Steuererhöhungen oder drastische Kürzungen? Fehlanzeige. Lombard hält sich jedoch eine Hintertür offen: Sollte sich die Lage weiter verschlechtern, brauche es „Flexibilität“. Was genau das bedeutet, bleibt offen – die Bürger dürfte es jedoch wachsam machen.

Ein Hoffnungsschimmer aus Paris?

Ein zaghafter Lichtblick kommt aus der Banque de France. Deren Präsident, François Villeroy de Galhau, sieht in Trumps 90-tägiger Zoll-Aussetzung für alle Länder außer China einen „ersten Schritt zurück zur wirtschaftlichen Vernunft“. Doch selbst wenn dieser Hoffnungsschimmer Bestand hat – Vertrauen wächst bekanntlich langsamer als Zölle.

Eine französische Gratwanderung

Frankreich steht nun vor einer schwierigen Aufgabe: Einerseits soll das Wachstum trotz globalem Gegenwind angekurbelt werden, andererseits erwartet Brüssel Haushaltsdisziplin. Die Spielräume sind eng. Gerade im Vorfeld der Europawahlen im Juni wird jeder finanzpolitische Schritt doppelt beobachtet.

Die entscheidende Frage lautet: Wie lange kann die französische Regierung diesen Balanceakt zwischen wirtschaftlicher Stabilisierung und fiskalischer Disziplin noch aufrechterhalten?

Eines ist sicher – der wirtschaftspolitische Tanz auf dem Drahtseil wird nicht einfacher, wenn der Wind aus Washington stetig auffrischt.

Von M.A.B.

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