Wirtschaft

Frankreich erhöht Dieselhilfe für Fischer auf 35 Cent je Liter

Nach Protesten in mehreren Mittelmeerhäfen erhöht die französische Regierung die Dieselhilfe für Fischer und verlängert sie bis Ende Dezember. Daraufhin wurden die Blockaden aufgehoben.

Paris – 18.09.2026: Nach Protesten von Fischern in mehreren Mittelmeerhäfen hat die französische Regierung zusätzliche Hilfen gegen die stark gestiegenen Treibstoffkosten zugesagt. Die Unterstützung für Schiffsdiesel wird auf 35 Cent je Liter erhöht und bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Nach einem Gespräch mit der zuständigen Ministerin Catherine Chabaud kündigten die Branchenvertreter am Donnerstagabend an, ihre Hafenblockaden aufzuheben.

Die Regelung gilt nach Angaben der Regierung für die gesamte französische Seefischerei. Neben der höheren Unterstützung sollen in den kommenden Tagen die ausstehenden Zahlungen für Juni, Juli und August beginnen. Zudem ist ein zinsloses Darlehen für Betriebe vorgesehen, die wegen der hohen Energiekosten unter akuten Liquiditätsproblemen leiden. Einzelheiten zu Zugang, Umfang und Laufzeit des Kredits wurden zunächst nicht veröffentlicht.

Auslöser der Proteste waren die Kosten für Schiffsdiesel, die viele Unternehmen nach eigener Darstellung wirtschaftlich kaum noch tragen können. Der durchschnittliche Dieselpreis lag am 17. September laut der Nachrichtenagentur Agence France-Presse bei mehr als 2,37 Euro je Liter und damit nahe dem bisherigen Höchststand der laufenden Energiekrise. Besonders stark trifft der Anstieg die Schleppnetzfischerei, deren Schiffe vergleichsweise große Mengen Kraftstoff benötigen.

In den Tagen vor der Einigung hatten Fischer unter anderem in Nizza, Sète, Port-Vendres, Port-la-Nouvelle, Agde und Le Grau-du-Roi demonstriert. In Frontignan im Département Hérault blockierten Teilnehmer zeitweise auch die Zufahrt zu einem Treibstofflager. Die Regierung verknüpfte ihre Zusagen mit der Beendigung der Aktionen; die Vertreter der Branche stimmten dem nach dem Treffen zu.

Die zunächst für September und Oktober geplante Hilfe hatte 25 Cent je Liter betragen. Die Erhöhung auf 35 Cent soll nach Regierungsangaben rückwirkend auch für die bereits förderfähigen Monate Juni bis August gelten. Paris begründet die Maßnahme mit den angespannten Energiemärkten infolge der seit April unterbrochenen Schifffahrt durch die Straße von Hormus.

Eine weitere Grundlage für Liquiditätshilfen bildet ein Dekret vom 29. Mai 2026. Es ermöglicht direkte Zuschüsse für Seefischereiunternehmen, deren Betriebskosten durch die Energiepreise gestiegen sind. Die Anträge bearbeitet die französische Agentur für Dienstleistungen und Zahlungen. Die neuen Zusagen ergänzen dieses Instrument um höhere laufende Dieselhilfen und beschleunigte Auszahlungen.

Bei dem Treffen sprachen die Fischer zudem über sinkende Bestände und die Fangregeln im Mittelmeer. Das Umweltministerium sagte zu, den Bewirtschaftungsplan gemeinsam mit der Branche und auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Daten zu überarbeiten. Für die Aalfischerei bekräftigte die Regierung außerdem die vollständige Finanzierung eines freiwilligen Programms zur Stilllegung von Schiffen bis Ende 2026.

Quellen

  • Franceinfo
  • Französisches Ministerium für ökologischen Wandel und Meeresfischerei
  • Französische Regierung
  • Légifrance
  • Agence France-Presse
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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