Wirtschaft

Frankreich hilft 3.000 beschädigten Geschäften

Nach den Plünderungen vom 17. Oktober übernimmt der französische Staat die Kosten der Kurzarbeit. Zudem ist ein Sonderfonds für betroffene Betriebe geplant.

Paris – 19.10.2026: Nach den Plünderungen und Sachbeschädigungen vom 17. Oktober hat die französische Regierung ein Hilfsprogramm für betroffene Handelsbetriebe angekündigt. Nach einer vorläufigen Bilanz von Handelsminister Serge Papin wurden landesweit rund 3.000 Geschäfte beschädigt oder geplündert. Premierminister Sébastien Lecornu sagte zu, die Kosten der Kurzarbeit für Beschäftigte vollständig zu übernehmen, wenn ihre Betriebe vorübergehend schließen müssen.

Die Regelung soll nach Angaben des Regierungschefs vom 20. Oktober an ohne die sonst üblichen Verzögerungen greifen. Sie richtet sich an Unternehmen, die wegen zerstörter Geschäftsräume, fehlender Waren oder anhaltender Sicherheitsrisiken ihren Betrieb nicht fortsetzen können. Die Übernahme der Lohnkosten soll verhindern, dass die erzwungene Pause unmittelbar zu Entlassungen oder Einkommensverlusten führt.

Daneben will die Regierung einen besonderen Unterstützungsfonds einrichten. Dessen Umfang und Vergaberegeln standen am Montag noch nicht fest. Unklar war auch, wie die Mittel auf kleine Einzelhändler, Filialunternehmen, Handwerksbetriebe und Gaststätten verteilt werden sollen. Vorausgegangen waren Beratungen im Wirtschafts- und Finanzministerium in Bercy, an denen Papin sowie Vertreter der Branchen, Banken und Versicherungen teilnahmen.

Die Regierung drängt zugleich auf eine rasche Regulierung der Schäden. Für viele Unternehmen geht es neben dem Ersatz zerstörter Einrichtungen und Waren um die Finanzierung der Zeit bis zur Wiedereröffnung. Mieten, laufende Verträge und Löhne müssen weiter bezahlt werden, während die Einnahmen ausbleiben. Die Kurzarbeitsregelung soll die Beschäftigung sichern; der Fonds könnte Schäden abfedern, die nicht versichert sind oder von den Versicherern nicht kurzfristig übernommen werden.

Die Zahl von 3.000 betroffenen Geschäften ist zunächst eine Schätzung. Sie kann sich noch ändern, sobald weitere Meldungen von örtlichen Behörden, Handelskammern und Versicherern vorliegen. In Lyon registrierte die Stadt mehr als 200 beschädigte Geschäfte, davon 157 auf der Presqu'île zwischen Rhône und Saône.

Handelsverbände hatten nach den Ausschreitungen eine abgestimmte Reaktion von Behörden, Versicherern und Finanzinstituten verlangt. Vorrang habe die rasche Wiederaufnahme des Betriebs. Das Treffen in Bercy sollte deshalb auch klären, welche praktischen Hindernisse einer Wiedereröffnung entgegenstehen und wo bestehende Versicherungsleistungen nicht ausreichen.

Welche Ausgaben der Sonderfonds übernimmt, ist noch offen. Die Regierung hat bislang weder pauschale Zuschüsse noch eine feste Beteiligung an Reparaturkosten zugesagt. Fest steht zunächst die vollständige Finanzierung der Kurzarbeit während der Betriebsschließungen; über die weiteren Hilfen soll nach den Beratungen mit den betroffenen Branchen entschieden werden.

Quellen

  • Ministerium für Wirtschaft und Finanzen
  • Le Parisien
  • LCP – Nationalversammlung
  • Stadt Lyon

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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