Umwelt

Frankreich mobilisiert 1.500 Soldaten gegen Waldbrände im Südwesten

In der Gironde und weiteren Brandgebieten unterstützen 1.500 Militärangehörige Feuerwehr und Zivilschutz. Erstmals wurde dabei ein Airbus A400M für einen Abwurf über einem Waldbrand eingesetzt.

Lacanau – 25.07.2026: Frankreich weitet den Einsatz seiner Streitkräfte gegen die Waldbrände im Südwesten des Landes deutlich aus. Nach einer weiteren interministeriellen Krisensitzung unter Leitung von Premierminister Sébastien Lecornu sollen seit Samstagabend insgesamt 1.500 Soldatinnen und Soldaten in den betroffenen Gebieten im Einsatz sein. Der Schwerpunkt liegt auf der Gironde, wo die Brände seit mehreren Tagen Rettungskräfte und Bevölkerung belasten.

Das Verteidigungsministerium spricht von einem außergewöhnlich umfangreichen Unterstützungsdispositiv für die zivilen Einsatzkräfte. Militärische Einheiten sollen Menschen und Sachwerte in bedrohten Gebieten schützen, Evakuierungen begleiten und logistische Aufgaben übernehmen. Der Sanitätsdienst der Streitkräfte beteiligt sich nach Angaben des Ministeriums mit elf medizinischen Teams, die besonders gefährdete Menschen zusätzlich versorgen können.

Die Soldatinnen und Soldaten werden in die bestehenden Strukturen von Feuerwehr, Zivilschutz, Polizei und örtlichen Behörden eingebunden. Sie sollen bereits verbrannte Flächen überwachen, erneut aufflammende Brandherde eindämmen und spezialisierte Feuerwehrkräfte entlasten. Diese können dadurch schneller an Abschnitte verlegt werden, an denen sich die Lage verschärft. Die Leitung der Brandbekämpfung bleibt bei den zivilen Behörden.

Am Samstag kam erstmals ein militärisches Transportflugzeug vom Typ Airbus A400M bei einem realen Waldbrändeinsatz zum Einsatz. Die Maschine warf über Lacanau Lösch- oder Brandschutzmittel ab. Das Innenministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass das Flugzeug im Rahmen eines gemeinsamen Vorhabens mit Airbus für diese zusätzliche Aufgabe vorbereitet worden sei. Die Ausbildung der Besatzungen hatte demnach am 20. Juli begonnen.

Parallel verstärken die Behörden die Unterstützung aus der Luft. Neben staatlichen Löschflugzeugen und Hubschraubern kann Frankreich über den Katastrophenschutzmechanismus der Europäischen Union weitere Kapazitäten anfordern. Der Mechanismus war bereits am 5. Juli aktiviert worden. Daraufhin stellten andere EU-Staaten unter anderem Löschflugzeuge aus Schweden und Zypern sowie Hubschrauber aus Tschechien bereit. Auch weitere Länder entsenden nach französischen Angaben Personal oder Löschflugzeuge.

Der Militäreinsatz folgt auf eine landesweite Verschärfung der Brandlage. Das Innenministerium meldete am 24. Juli mehr als 50.000 Hektar verbrannte Fläche seit Jahresbeginn und 32 aktive Brände in Frankreich. In trockenen, von Hitze und Wind geprägten Gebieten können sich Feuer rasch ausbreiten; zugleich steigt nach tagelangen Einsätzen der Bedarf an Ablösung, medizinischer Versorgung und Materialtransporten.

Die Armee übernimmt deshalb vor allem Sicherungs-, Sanitäts- und Logistikaufgaben. Mit der Aufstockung auf 1.500 Militärangehörige und dem ersten A400M-Einsatz erweitert Frankreich seine verfügbaren Mittel, während Feuerwehr und Zivilschutz weiterhin die unmittelbare Brandbekämpfung führen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Ministerium des Innern
  • Ministerium der Streitkräfte und Veteranen
  • Europäische Kommission
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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