Umwelt

Frankreich rüstet einen A400M für den Kampf gegen Waldbrände aus

Nach einem Einsatz beim Großbrand in der Gironde beschafft Frankreich ein Abwurfsystem für Löschmittel. Der Militärtransporter soll die zivile Löschflotte bei außergewöhnlich großen Bränden ergänzen.

Paris – 08.10.2026: Frankreich will ein Abwurfsystem für Löschmittel beschaffen, mit dem sich ein militärischer Transportflieger vom Typ A400M vorübergehend für die Waldbrandbekämpfung ausrüsten lässt. Catherine Vautrin kündigte den Kauf am Donnerstag bei einer Anhörung zum Haushaltsentwurf 2027 im Verteidigungsausschuss der Nationalversammlung an. Das System war Ende Juli erstmals bei einem Großbrand in der Gironde eingesetzt worden.

Bei diesem Versuch trug ein A400M der französischen Luft- und Weltraumstreitkräfte ein rasch einbaubares Löschmittelmodul von Airbus im Frachtraum. Die Maschine warf brandhemmendes Mittel ab, um vor der Feuerfront Schutzstreifen anzulegen und die Ausbreitung der Flammen zu bremsen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums verlief die Erprobung ermutigend. Zum Preis, zum Liefertermin und zur Zahl der vorgesehenen Systeme machte Vautrin zunächst keine Angaben.

Der A400M ist kein herkömmliches Löschflugzeug, sondern für den Transport von Soldaten, Fahrzeugen und Material ausgelegt. Das Modul erfordert keine dauerhafte Veränderung der Flugzeugzelle und kann je nach Einsatzlage ein- und wieder ausgebaut werden. Nach Angaben des Innenministeriums fasst es bis zu 20 Tonnen Löschmittel. Das entspricht ungefähr der Ladung von zwei Dash-Löschflugzeugen.

Auch die Aufgabe unterscheidet sich vom Einsatz der bekannten Canadair-Wasserbomber. Während diese Wasser unmittelbar über Brandgebieten abwerfen, soll der A400M vor allem vor der Feuerfront arbeiten. Dort legt er mit brandhemmenden Chemikalien Korridore an, die besonders gefährdete Gebiete schützen und den Einsatzkräften am Boden Zeit verschaffen sollen. Dafür ist eine enge Abstimmung mit dem Zivilschutz, den Löschflugzeugen und den Feuerwehren erforderlich.

Innen- und Verteidigungsministerium hatten bereits am 17. Juli eine Vereinbarung mit Airbus geschlossen, um einen A400M versuchsweise auszurüsten. Technische Tests waren im April 2025 in Nîmes unter Beteiligung der Generaldirektion für Zivilschutz und Krisenmanagement erfolgt. Vor dem ersten Einsatz mussten das System im Flug erprobt und militärische Besatzungen für die neue Aufgabe ausgebildet werden.

Die Zuständigkeit für die Brandbekämpfung bleibt beim zivilen Zivilschutz. Die Streitkräfte unterstützen ihn während der Waldbrandsaison über das sogenannte Hephaistos-Protokoll. In der Hochphase des Sommers 2026 waren nach Vautrins Angaben rund 1.750 Soldatinnen und Soldaten sowie spezialisierte Pioniereinheiten zusätzlich im Einsatz.

Der A400M soll die zivile Flotte ergänzen, nicht ersetzen. Das Innenministerium führte im Juli zwölf Canadair, acht Dash-Flugzeuge, zwölf Löschhubschrauber und sechs Air-Tractor-Maschinen als staatliche Mittel auf. Der Militärtransporter schafft damit eine zusätzliche Reserve für außergewöhnlich große Brände; ob sie verfügbar ist, hängt jedoch weiterhin von den militärischen Aufgaben der Maschine ab.

Quellen

  • Franceinfo
  • Ministerium des Innern Frankreichs
  • Ministerium der Streitkräfte und Veteranen Frankreichs
  • Le Dauphiné Libéré mit AFP

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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